Steinkohlenzechen in Steele

Im Folgenden bieten wir Ihnen eine alphabetisch sortierte Übersicht zu den gewesenen Steinkohlenbergwerken in Steele - von den großen Bergwerken, die Jahrzenhte bestanden, bis hin zu den Kleinstzechen kürzerer Dauer. Insgesamt werden über 80 Namen nachgewiesen.
Alle Angaben entnahmen wir - mit freundlicher Genehmigung des Autors - dem Buch:

Das Buch können Sie beziehen über die Antiquarische Buchhandlung Steeler Antiquariat (Essen-Steele) und beim Deutschen Bergbau-Museum (Bochum).
Am Ende der Liste befindet sich ein ausführliches Glossar und Abkürzungsverzeichnis sowie eine Übersicht zu den seinerzeit verwendeten Maßen und Gewichten.


 

Alexander (Essen-Steele)

vor 1802 Mutung Längenfeld (Flöze Finefrau und Bänksgen), nachfolgend vermutlich Abbau
1831   Aufgabe Flöz Finefrau und Löschung dieser Mutung
1844   Verleihung Längenfeld (Flöz Bänksgen)
1845   Konsolidation zu Ver.Alexander

Ver.Alexander (Essen-Steele)

1845   entstanden durch Konsolidation von Alexander mit erneuter Mutung des Flözes Finefrau, nachfolgend wahrscheinlich kein Betrieb
1891   Beschluß zum Teufen eines tonnl. Schachtes, jedoch kein Teufbeginn, danach Aufgehen im Baufeld Johann Deimelsberg

Alte platte Bank(Essen-Steele-Freisenbruch)

1724   2.9. Belehnung, nachfolgend Betrieb
1827   Konsolidation zu Einigkeit

Bauerberg zu Hovescheid(Essen-Bergerhausen-Steele)
(Baureberg)

zwischen 1575 und 1800 im fürstäbtissinschen Archiv als Kohlenwerk erwähnt

Bergmannshof (Essen-Steele)
(Stollen, Besitzer: Kohlenhilfe Bergmannshof GmbH)

1951   1.8. Inbetriebnahme
1952   10489 t, 50 B
1954   1.2. Umbenennung in Helga

Bommerbanck (Essen-Steele-Königssteele)
s. Bongerbank

Bongerbank (Essen-Steele-Königssteele)
(Bunger Banck, Bommerbanck)

1724   15.12. Verleihung Dicke Bongerbank, Betrieb
1749-51 Betrieb, wahrscheinlich zum Kohlberg an der Glashütte gehörend, da gemeinsame Betriebs­abrechnung (s. dort)
1758/59 Betrieb
1761-63 Betrieb, Ausbeute
1768/69 Betrieb
1772   Betrieb
vor 1774 Vereinigung zu Bongerbank & Vierfußbank

Bongerbank & Vierfußbank (Essen-Steele-Königssteele)
(Dicke Bongerbank & Vierfußbank)

vor 1774 entstanden aus Bongerbank und Vierfußbank
1774   15.12. Hinzuverleihung Längenfeld, nachfolgend Abbau
1782   still, da „weggekohlt“
1827   Konsolidation zu Einigkeit 

Breloner Banck(Essen-Steele-Horst)

1750   Betrieb, Gewerken: Scharpenseel et Consorten)

Brille (Essen-Steele-Königssteele)

1750   2 Stollen aus alter Zeit sind ausgekohlt, ein neuer tiefer Stollen wurde vor etwa 20 Jahren an der Lohmühle am Hülßberge unweit von Königssteele angelegt, dieser ist „biß auf 2.Schachts oder Pütts Länge ausgekohlt“

Buntebanck (Essen-Steele)

1782   still, da „weggekohlt“

Clara(Essen-Steele)

1874   Kux gehandelt, sonst keine Angaben

Cunigunder Erbstollen (Essen-Steele)
(Kunigunder Stolln)

1782   13.5. Mutung, August: Ansetzen Stollen westlich von Steele, querschlägige Auffahrung nach Norden zur Lösung mehrerer Berechtsamen
1783   Vortrieb
1787   Vortrieb
1789   außer Betrieb
1803   17.5. Erlaubnis zum Aufsuchen von Kohlenflözen, aber keine Belehnung, wahrscheinlich kein erneuter Vortrieb, danach nicht mehr genannt und Stollen wahrscheinlich aufgegeben

Ver.Deimelsberg (Essen-Steele)

1870   Konsolidation von Ver.Deimelsberger Erbstolln und Längenfeld Kunigunde, Berechtsame: Sophia, Finefrau, Deimelsberg Bänksgen, Kunigunde = 5 Längenfelder (236964 Lachter²), dazu später Geviertfeld Feldmarschall Friedrich Wilhelm;
3 Schächte: 1 seigerer Förderschacht = Deimelsberg 1, 1 tonnlägiger Wetterschacht, 1.S.= 113 m(-51 m), 2.S.= 178 m(-116 m), 3.S.= 246 m(-184 m), Sch.1 (außer Betrieb), Absatz zur Ruhr und Anschlußbahn zum Bahnhof Steele; 112141 t, 312 B
1872   Brand übertage, 157670 t, 521 B
1874   Tieferteufen Wetterschacht
1875   Berechtsame: 2,4 km², 99309 t, 419 B
1876   Teufbeginn Schacht Deimelsberg 2 am Laurentiusweg
1877   Schacht Deimelsberg 2: Ansetzen Wettersohle = 61 m(+41 m NN), 1.S.= 140 m(-38 m), 2.S.= 216 m(-114 m) und 3.S.= 279 m(-177 m)
1878   Tieferteufen Schacht Deimelsberg 2, Abwerfen des alten Schachtes 1 wegen der hohen Wasserzuflüsse
1879   Verfüllen Sch.1
1880   104896 t, 332 B
1885   86326 t, 299 B
1887   Konsolidation zu Johann Deimelsberg (ab 1885 bereits eingeleitet)

Ver.Deimelsberger Erbstolln (Essen-Steele)

(wie vorher auch genannt Deimelsberger Stolln, ab etwa 1855 auch Deimelsberg Tiefbau, Ver.Deimelsberg, Ver.Deimelsberg & Erbstollen)

1829   3./16.4. Verleihung Erbstollenrecht, nachfolgend Konsolidation Deimelsberger Stolln mit den Mutungen Flöz Bunte Bank, Flöz Finefrau und Flöz unter Girondelle zu Ver.Deimelsberger Erbstolln, Vortrieb Stollenquerschlag nach Norden
1830   1.5. Stollenlänge: 197 Lachter
1831   Verleihung eines weiteren Längenfeldes, Übernahme Berechtsame Die Hoffnung (Stollenbetrieb außer Betrieb) und Zusammenlegung
1832   Teufen Schacht Kloz, 10624 Scheffel
1834   39156 ½ Scheffel
1835   Verleihung Längenfeld Bunte Bank
1836   3272 ¼ preußische Tonnen
1837   ab Juni Erbstollenvortrieb
1840   24.2. Verleihung der 3 Längenfelder Kunigunde, Flöz Finefrau sowie Flöz unter Girondelle, 1034 preußische Tonnen
1841   nur noch 469 1/8 preußische Tonnen, vermutlich danach in Fristen
1843   ab April wieder Abbau, ab 31.7. in Fristen
1852   15.12. Verleihung Längenfeld Sophia
1853   Teufbeginn Sch.1 (Westfalenstraße/Am Deimelsberg) für Übergang auf Tiefbau
1854   Sch.1 erreicht das Karbon bei 37 m
1855   Stollensohle = 43 m(+19 m NN), Inbetriebnahme Wasserhaltungsdampfmaschine
1856   Ansetzen 1.S.= 113 m(-51 m) und Förderbeginn
1857   Ansetzen 2.S.= 178 m(-116 m)
1858   Tieferteufen Sch.1, 152003 preußische Tonnen, 194 B
1860   Tieferteufen Sch.1, starke Wasserzuflüsse von der Ruhr, Abdämmen der Strecken im Ostfeld, 42183 t, 199 B
1861   Ansetzen 3.S.= 246 m(-184 m)
1862   Teufen tonnlägigen Wettersch. im Nordfeld (später Wettersch. für den 1876 geteuften Sch.2), 13.9. verbotene Seilfahrt (7 T)
1865   65377 t, 223 B
1866   Teufbeginn Sch.2 = Deimelsberg 1 (nahe Sch.1)
1868   Verbindung untertage zwischen den Schächten 1 und 2 durch Förderstollen (an Sch.2 = 19 6/8 Lachter Teufe = 41 m(+21 m NN))
1869   Förderbeginn Sch.2 (= Deimelsberg 1), Sch.1: Fördereinstellung, 77638 t, 341 B
1870   Konsolidierung zu Ver.Deimelsberg

Deimelsberger Stolln (Essen-Steele)
(Deimelsberger Erbstolln)

im 17.Jahrhundert bereits genannt, mindestens aber ab 1749 Betrieb, Stollenmundloch am Grendbach, Auffahrung des Stollens (3./16.4.1829 Verleihung Erbstollenrecht) nach Westen in den Deimelsberg
1765   Betrieb nahe Spillenburg
1794   neuer Schürf- und Mutungsschein Deimerberg, Betrieb, Kohlenniederlage an der Ruhr
1800   Betrieb
1802   ca. 180 Ringel/Tag
1804   Abbau
1808   Ausleihen von Handpumpen an Ver.Sälzer & Neuack zum Wasserheben beim Teufen der Schächte Arnold und Josina
1811   Abbau
1815   nur Ausrichtung, dann in Fristen
1818   Januar - Juni in Betrieb
1820   ab September in Fristen wegen matter Wetter, dann still
1827   ab Januar Wiederaufwältigung und nachfolgend Vortrieb Stollen nach Norden
1829   Konsolidation zu Ver.Deimelsberger Erbstolln

Der Freibeuter (Essen-Steele-Horst)

1797   Mutung am Hülsenberg, nachfolgend Stollenbau
1837   11.3. Verleihung Geviertfeld (0,4 km²)
1842   Betrieb
1882   zu Eiberg

Dickebank(Essen-Steele-Freisenbruch)

1724   15.12. Verleihung
um 1749 bis mindestens 1751 Betrieb, wahrscheinlich zum Kohlberg an der Glashütte gehörend, da mit diesem gemeinsame Betriebsabrechnung
1756   Betrieb (Dicke Banck im Haberfelde)
1775   in Situationskarte genannt
1782   Betrieb
1827   Konsolidation zu Einigkeit

Die Hoffnung(Essen-Steele)

1796   Mutung und Belehnung mit mehreren Flözen
um 1802 Anlegung eines Stollens nahe der Stadt Steele in Richtung Eickenscheidter Mühle
1804   Schacht Conrad in Betrieb
1805   Betrieb, zum Jahresende in Fristen
1831   Vereinigung mit Ver.Deimelsberger Erbstolln

Dreckbank (Essen-Steele-Königssteele)

1749-51 Betrieb, vermutlich zum Kohlberg an der Glashütte gehörend, da gemeinsame Betriebsabrechnung
1782   Betrieb

Eiberg (Essen-Steele-Eiberg)

1882   Ersteigerung der 1880 stillgelegten Zeche Jakob, dazu Erwerb der Geviertfelder Fridolin (= Friedolin, Verleihung 6.4.1836) und Der Freibeuter (11.3.1837); Sümpfen und Aufwältigung Schacht Jacob = 1 (239 m Teufe)
1883   neue Sohlenbenennung: 1.S.= 122 m(-42 m), 2.S.= 233 m(-153 m), Förderbeginn, 22095 t, 150 B
1885   53892 t, 245 B
1886   Wetterüberhauen zum Tage (2.Ausgang)
1888   Inbetriebnahme Brikettfabrik
1889   Tieferteufen Schacht
1890   Ansetzen 3.S.= 337 m(-257 m), starke Wasserzuflüsse, 146753 t, 499 B
1891   Wetterschacht 2 in Betrieb
1893   Erwerb Mecklingsbank ins Westen (teilweise, 0,9 km²) und Aufschluß
1895   Abbaubeginn Mecklingsbank ins Westen, 219740 t, 727 B
1898   Erwerb und Aufschluß Geviertfeld Victoria (18.1.1858 konsolidiert aus Ver.Wohlverwahrt und Fahrenhaus, Flöz Alexander)
1899   15.2./11.6.1900 Konsolidierung der Berechtsame zu Eiberg = 3,8 km², Verpachtung Feldesteil an Ver.Charlotte, Erwerb Längenfeld Hagenbecke und nachfolgend Konsolidation; Teufbeginn Sch.2 = Hermann im ehemaligen Feld Victoria (Überruhr-Hinsel, im südlichen Teil des Ludwig Kessing-Parkes)
1900   Sch.2: Ansetzen 1.S.= 80 m(+20 m NN), 2.S.= 225 m(-125 m) und Beginn Eigenverbrauchsförderung, Durchschlag Schächte 1 und 2 auf 2.S., 252011 t, 955 B
1901   Förderbeginn Sch.2, Teufbeginn Wettersch. für Sch.2
1902   Sch.2: Wettersch. bis 2.S., 22 Feierschichten
1903   Sch.1: Auffahren Querschlag (2,2 km westlich von Sch.1) auf 3.S. nach Sch.2, max.Förderung: 310561 t, 1153 B
1904   Durchschlag 3.S. zwischen den Schächten 1 und 2 (= 337 m(-237 m) an Sch.2), 1.9. Fördereinstellung Sch.2 = Hermann wegen Minderwertigkeit der Kohlen und der Gefahr hoher Wasserzuflüsse bei der bevorstehenden Stillegung benachbarter Gruben (zumal Verbindung mit Ver.Charlotte vorhanden), jedoch weiter Seilfahrt usw., gesamt 5 Schächte (Eiberg: 3, Hermann: 2), Besitzerwechsel (Gewerkschaft Ewald)
1905   Beginn Unterwerksbau, Aufgabe je eines Wetterschachtes auf Eiberg und Hermann, 248069 t, 802 B
1907   308950 t, 868 B
1908   Aufgabe des Unterwerksbaues wegen der hohen Wasserzuflüsse (über 9 m³/Minute)
1910   11 Feierschichten, 263182 t, 810 B
1911   Sch.2: Teufen Gesenk ab 3.S.
1912   Sch.2: Ansetzen 4.S.= 460 m(-360 m) im Gesenk
1913   212272 t, 707 B
1914   1.4. Gesamtstillegung, Absaufen der Grubenbaue, Verfüllung der Schächte
1916   Pachtvertrag zum Abbau durch Charlotte Bergbaugesellschaft
1925   Grubenfeld an Heinrich

Eicker(Essen-Steele)
(Eiker)

1744   Stollenbau in Flöz Eiker = Präsident, wahrscheinlich zum Kohlberg an der Glashütte gehörend, da mit diesem gemeinsame Betriebsabrechnung
1749-51 Betrieb
1782   still, da „weggekohlt“

Einigkeit (Essen-Steele-Freisenbruch)

1827   entstanden durch Konsolidation von 11 Bergwerken: Schnabel, Bongerbank & Vierfußbank, Hünninghauserbank, Krayenbruchsbank, Alte platte Bank, Dickebank, Seitebank, Neu-Mülheim u.a.; Berechtsame nur über der Eintracht-Erbstollnsohle; umfassend 9 Flöze am Steeler Berg (u.a. Eicker = Präsident (1767 als Zeche Neu-Mülheim genannt, s. dort), Seitebank, Dickebank, Schnabel = Sonnenschein, Dreckbank, Bongerbank, Vierfußbank, Hünninghauserbank), Vermessung dieser Berechtsamen bereits 1755/1774/1783 und 1788
1834   April: Inbetriebnahme, Ansetzen Stollen (Mundloch an der Straße von Steele nach Bochum), alte Stollen in den einzelnen Bänken aufgegeben
1836   11.7. Verleihung Längenfeld Schnabel
1840   Lösung durch Eintracht-Erbstolln, eigener Stollen bis zum Hof Freisenbruch getrieben, Juli: Abbaubeginn, 3949 3/8 preußische Tonnen
1842   26066 preußische Tonnen
1846   Betrieb, Abbau auch in Einigkeit streitigem Feld
1850   Betrieb
1855   Stollenlänge: 600 Lachter, 148 Lachter langer Schiebeweg zum Kohlenmagazin an der Ruhr, 10892 preußische Tonnen, 21 B
1856   Konsolidation zu Eintracht Tiefbau

Eintracht(Essen-Steele-Freisenbruch)

1818   entstanden durch Konsolidation von Eintracht Stolln, Steinbank, Hünninghauser Erbstolln, Neumülheimer Erbstolln, Neue Steinbänke; im Laufe der Jahre Erwerb der Berechtsamen Wohlgemuth, Neue Hoffnung, Vorsichtige Emmeline, Mecklingsbank und Mecklingsbänker Erbstolln I und II (diese vermutlich nur unter der Stollensohle), November: Ansetzen Eintracht (Erb)Stolln und Vortrieb
1820   Vortrieb des Eintracht (Erb)Stollns
1821   Abbaubeginn
1825   Abbau
1828   31.12. Verleihung der 5 Längenfelder Hünninghauser Erbstolln Paulibank, Flöz Weißenburg, Flöz =, Flöz 10 und Flöz Conrad
1830   Abbau, Fördervermögen: 38000 preußische Tonnen/Jahr
1831   Weiterauffahrung des Eintracht (Erb)Stollns
1834   21.2./17.4. Verleihung Erbstollenrecht
1835   Abbau
1836   17.12. Verleihung Geviertfeld, 57960 preußische Tonnen
1838   Eintracht-Erbstolln erreicht 1200 Lachter Länge, 121946 preußische Tonnen
1839   Neumülheimer Erbstolln löst das Eintracht-Baufeld
1840   Eintracht-Erbstolln löst Einigkeit (östlich und westlich), Mecklingsbank und Morgensonne, 101129 5/8 preußische Tonnen
1845/46 Abbau
1850   Eintracht-Erbstolln ist einer der wichtigsten im Steeler Bereich, Länge: 1220 Lachter
1853   Aufschluß einer Eisenerzader im Eintracht-Erbstolln, außerdem Toneisenstein an anderer Stelle (beide Vorkommen wurden zeitweise abgebaut)
1855   200 Lachter langer Schienenweg zum Kohlenmagazin an der Ruhr, Pferdeförderung untertage, 137671 5/8 preußische Tonnen, 121 B
1856   Konsolidation zu Eintracht Tiefbau

Eintracht Stolln (Essen-Steele-Freisenbruch)
(Eintracht-Erbstolln)

1765   Betrieb
1773   21.12. Verleihung Erbstollengerechtigkeit und 2 Flöze
1817   1.2. Verleihung Längenfeld mit 9 Flözen und Erbstollengerechtigkeit
1818   Konsolidation zu Eintracht

Eintracht Tiefbau (Essen-Steele-Freisenbruch)
(Eintracht)

1856   entstanden durch Konsolidation - unter der Eintrachter Erbstollensohle - von Eintracht mit den Geviertfeldern Schnabel (Verleihung 1856), Wohlgemuth (1856, Stollen), Neue Hoffnung (1856), Vorsichtige Emmeline (= Vorsichtige Emilie, 1856, Stollen), Eiberg II (1856) und den Längenfeldern Mecklingsbänker Erbstolln Nr.I und II (1833, Stollen), Mecklingsbank (Stollen, still), Einigkeit (Stollen) sowie Justus für den Übergang auf Tiefbau; Teufbeginn Sch.1 (Betriebsanlage I, östlich der Bochumer Landstraße), Erbstollen mit Tagesanlagen am Mundloch bis 1873 genannt Betriebsanlage II
1857   Sch.I/1: Erreichen des Karbons bei 10 m, Ansetzen 1.S.= 55 m(+24 m NN) und 2.S.= 118 m(-39 m), Förderbeginn
1859   Erbstollen dient nur noch der Wasserabführung
1860   Durchschlag Sch.I/1 mit Erbstollen
1863   Abbau im Feld Einigkeit beendet, 188825 preußische Tonnen, 179 B
1864   Tieferteufen Sch.I/1 und Ansetzen 3.S.= 184 m(-105 m)
1865   Ansetzen 4.S.= 270 m(-191 m), Teufbeginn Sch.2 = Justus in Freisenbruch, 362472 preußische Tonnen, 358 B
1867   Förderbeginn Schacht Justus (dieser Schacht wird später nicht mehr erwähnt)
1870   179780 t, 583 B
1873   Teufbeginn Schacht Heintzmann (= Betriebsanlage II, südlich der Alleestraße): Erreichen des Karbons bei 18 m, wieder Abbau im Feld Einigkeit
1874   Sch.II/1: Durchschlag mit 1.S. = Wettersohle = 72 m(+29 m NN, von I/1 aufgefahren)
1875   Sch.II/1: Ansetzen 1.S.= 132 m(-31 m) und Durchschlag mit I/1, 189476 t, 711 B
1877   II/1: Förderbeginn
1878   Auflassung des Hünninghauser Erbstollns, da Abbau dort beendet, teilweise Anpachtung des Längenfeldes Johannesberg (auch genannt Johannisberg)
1880   Ausrichtung Feld Johannesberg, Sch.I/1 bis 4.S.= 275 m(-196 m), 226896 t, 827 B
1882   II/1: Ausrichtung 2.S.= 197 m(-96 m) und Inbetriebnahme Kokerei
1883   I: Kokerei in Betrieb
1884   II/1: Brand übertage: Wäsche und Kokskohlentürme abgebrannt, Wäsche im Juni wieder in Betrieb, 1,21 t/MS
1885   II/1: Ansetzen 3.S.= 293 m(-192 m = 3.S. von I/1), 385719 t, 1149 B
1887   II/1: Ansetzen 4.S.= 389 m(-288 m)
1888   I/1: Tieferteufen und Ansetzen 5.S.= 375 m(-296 m)
1890   I/1: Teufen Wetterschacht bis Stollensohle = 30 m, Berechtsame: 6 Geviertfelder und Pachtfeld Johannesberg (teilweise), 371645 t, 1466 B
1891   Tieferteufen Sch.I/1
1892   I/1: Ansetzen 6.S.= 473 m(-394 m)
1894   Ausrichtung Feld Eiberg II von II/1 (Schacht Heintzmann) aus, I: 1.7. Stillegung Kokerei
1895   II/1: Brand im Schacht Heintzmann und 6 Wochen Betriebseinstellung, Tieferteufen Schacht Heintzmann, 401861 t, 1624 B
1896   II: Ansetzen 5.S.= 492 m(-391 m) und Teufbeginn gebrochenen Wetterschacht (seiger/tonnlägig, neben Schacht Heintzmann): Karbon bei 6 m
1897   I: Sch.1 erhält eisernes Fördergerüst, II: gebrochener Wetterschacht bis 1.S.
1898   I: 1.10. Inbetriebnahme Brikettfabrik
1900   455560 t, 1856 B
1901   Erwerb Felder Wasserjungfer I und II (1 km²) und Ausrichtung von I aus, Berechtsame: 7 Geviertfelder und Längenfeld Johannesberg, 20 Feierschichten
1902   II: 1.4. Inbetriebnahme Brikettfabrik
1904   15 Feierschichten
1905   18 Feierschichten, 468478 t, 1936 B
1907   I: Ansetzen 7.S.= 622 m(-543 m) mittels Blindschacht
1908   I: Teufbeginn Sch.3 (neben Sch.1), Durchschlag 5.S. und 6.S. zwischen I und II
1910   I: Sch.3 bis 5.S. in Betrieb, 510195 t, 2086 B, 1 t/MS
1911   I: Sch.3 bis 7.S., II: Tieferteufen Schacht Heintzmann
1912   I: Förderbeginn Sch.3, Wettersch. neben Sch.1 bis 5.S. in Betrieb
1913   I: Abbaubeginn im Feld Wasserjungfer; II: Oktober: Inbetriebnahme neue Kokerei (nur Leistungsnachweis, 1914 Stillegung), Schacht Heintzmann bis 6.S., max.Förderung: 627959 t, 1968 B
1915   I: Sch.1 wird Wetterschacht, II: Abwerfen gebrochenen Wetterschacht, 406167 t, 1093 B
1919   4 Schächte in Betrieb: I: 1/3/Wettersch., II: Heintzmann
1920   376394 t, 1573 B
1924   I: Förderung in Sch.1 ab 7.S., 392448 t, 1493 B
1925   Berechtsame: 7 Geviertfelder sowie Längenfelder Johann und Johannesberg (teilweise), 1.8. Stillegung
1937   Grubenfeld zu Langenbrahm

Fahrenhaus, Flöz Alexander(Essen-Steele-Horst)

1857   22.2. Verleihung, Betrieb unbekannt
1858   18.1. Konsolidierung zu Ver.Wohlverwahrt (Geviertfeld Victoria)
 

Felix-Barbara (Essen-Steele-Eiberg)
(Schacht Felix-Barbara, Kleinzeche, Besitzer: Gewerkschaft Felix-Barbara, etwa ab 1956 Gewerkschaft Hannchen)

1954   Mai: Inbetriebnahme (an Straße „Schirnbecker Teiche“)
1955   3685 t, 18 B
1960   max.Förderung: 20511 t, 59 B
1962   15.9. Betriebseinstellung, 30.11. Stillegung, 31.12. knappschaftliche Abmeldung

Gartfeldische Kohlgruben (Essen-Steele, Märkischer Bereich)
(hinter Möckerhoffs Sypen, auch genannt die „Gartfeldischen“, vermutlich identisch mit „Steeler Kohlenberg“)

1645   24.6. Ausstellung Mutungsschein für Henrich ob der Locht, Ludger Aldthoff und Consorten
1646   24.5. Ausstellung Mutungsschein für Johan Hugo von Schueren, Herrn zu Horst; dazu kamen später noch andere Gewerken, wobei die Zusammensetzung mehrfach wechselte; die Gewerken wurden kurz genannt „Die Gartfeldischen“,
14.12. Belehnung durch Diederich von Diest nach Besichtigung („locus pitzeti“ = am Pütt), bei Belehnung mindestens 1 Stollen und 1 Schacht vorhanden, mindestens ein Flöz waren bereits aufgeschlossen
1649   13.9. Aufforderung zur Abführung des Zehnten

Hagenbeck (Essen-Steele-Horst)
(Hagenbecke)

Vorläufer: Kohlen-Bergwerck in der Hagenbeck (s. dort)

1789   Beginn Auffahrung Stollen nach Osten (Mundloch an der Ruhr im Horsterbusch)
1790   Aufwältigung alten Schacht, nachfolgend Abbau
1792   Betrieb, Stollenende an der Hohe Fuhr, 20.10. Verleihung Längenfeld (Flöz Finefrau)
1796   Abbau am Sch.3 = Elisabeth
1798   zum Jahresende Stillegung
1899   zu Eiberg

Hagenbecke(Essen-Steele-Horst)
s. Hagenbeck (Essen-Steele-Horst)

Hahn(Essen-Steele) 

1876   vom Märkischen Knappschaftsverein als Stollen genannt, Dauer des Betriebes unbekannt, wahrscheinlich bereits verlassen

Heinrich(Essen-Überruhr-Burgaltendorf-Steele-Eiberg)

1809   24.9. entstanden durch Konsolidierung der Stollenzechen Hoffnung und Wolff (vermutlich auch Sandknappen), Einlegen Mutung auf das Tiefste
1810   Auffahrung Stollen nach Osten in Flöz Sandknapp (= Flöz Finefrau) und Abbau
1811   132167 Scheffel (92190 Ringel, 7262 t)
1812   Teufen eines gebrochenen Schachtes bzw. Lichtloches auf den Stollen von Flöz Sandknapp (14,7 m Teufe)
1813   Abbaueinstellung in Flöz Sandknapp, weiterhin Pfeilerbau in den Flözen Hoffnung 1 (= Flöz Geitling) und Wolff 2 (= Flöz Kreftenscheer 2)
1815   44884 Ringel (3544 t)
1816   wieder Abbau in Flöz Sandknapp und querschlägige Lösung von Flöz Sandknapp Nebenflöz (= Flöz Finefrau Nebenbank)
1818   Teufen Wetterschacht (11 Lachter Teufe) auf Flöz Sandknapp Nebenflöz
1819   Abbau in Flöz Hoffnung 1 beendet, 19541 ½ preußische Tonnen (4299 t)
1820   August: Einstellung Stollenbetrieb wegen Wasserentziehung auf einem Hof und damit ungeklärte Rechtsfragen
1826   5.4. Wiederinbetriebnahme für den Rückbau bereits früher vorgerichteter Pfeiler, 1.9. Abbaubeginn, jedoch alle Strecken zu Bruch, daher Antrag auf Genehmigung des Tiefbaus, jedoch Ablehnung durch das Bergamt Essen-Werden
1827   53334 Scheffel (2933 t)
1829   13.5. nach Abbau der Pfeiler Stillegung und Versteigerung des Inventars
1830   erneuter Antrag auf Tiefbauerlaubnis und Ablehnung
1831   dito
1834   Versuchsbetrieb im Feld Hoffnung am 2.8. vom Oberbergamt verboten und eingestellt, da Unterwerksbau ohne vorhandene Belehnung, Berechtsamseinigung mit Ver.Charlotte
1837   11.3. Verleihung der Geviertfelder Hoffnung und Wolff, Konsolidierung zu Heinrich, Berechtsame: 2,1 km²
1842   erneuter Antrag auf Tiefbauerlaubnis, nachdem der Rechtsstreit mit der 1832 eingelegten Mutung Alwine zugunsten von Heinrich entschieden, wiederum Ablehnung des Antrags durch das Oberbergamt
1843   zwei neue Anträge auf Tiefbauerlaubnis
1845   nach insgesamt 8 Anträgen endlich Erlaubnis zur Anlegung eines Tiefbaus
1846   4.9. Genehmigung des Betriebsplanes durch das Oberbergamt
1847   Januar: Teufbeginn Schacht 1 (5,42 x 3,63 m), Karbon bei 15,7 m (darüber: Grand der Ruhrterrasse) und Anfahren der Stollensohle = 16,5 m
1849   Ansetzen Wettersohle = 52 m(+12 m NN), Beginn Eigenbedarfsförderung
1850   Ansetzen 1.S.= 35 ¼ Lachter = 75 m(-11 m), 1302 t
1851   Lösungsvertrag mit Ver.Charlotte: Abbau des östlichen Feldes von Heinrich unter Benutzung des Schachtes Charlotte, Beginn der getrennten Benennung: Heinrich westliches Feld und Heinrich östliches Feld, ab 20.8. Abbaubeginn im östlichen Feld
1852   Förderbeginn und Aufnahme Kohlenverkauf (Eisenbahn und Ruhrverschiffung)
1855   166365 preußische Tonnen (34255 t), 157 B (mit östlichem Feld = 43255 t)
1856   Tieferteufen Sch.1
1858   Stillegung östliches Feld für 3 Monate wegen Wirtschaftskrise, Ansetzen 2.S.= 132 m (-68 m), Teufen Wetterschacht auf dem Nordflügel
1859   Teufen Wetterschacht im Ostteil des Westfeldes (0,6 km östlich von Sch.1, 117 m Teufe), Förderung einschließlich östliches Feld: 42467 t
1860   156895 preußische Tonnen (31379 t), 203 B (ohne östliches Feld)
1861   einschließlich östliches Feld: 68778 t, 357 B
1864   einschließlich östliches Feld: 40034 t
1865   ohne östliches Feld: 47094 t, 188 B
1866   einschließlich östliches Feld: 73527 t, 300 B
1868   8.12. Pachtvertrag: Abgabe Heinrich östliches Feld an Ver.Charlotte
1870   41342 t, 204 B
1871   Tieferteufen Wetterschacht bis Flöz Mausegatt
1873   Tieferteufen Sch.1, Erwerb Geviertfeld Glückssonne (unverritzt, südlich markscheidend, 1842 verliehen als Längenfeld, 1859 umgewandelt in Geviertfeld = 0,4 km²)
1874   Ansetzen Teilsohle = 163 m
1875   32442 t, 185 B
1876   Ansetzen 3.S.= 209 m(-145 m), Konsolidation Feld Glückssonne mit Heinrich, Berechtsame damit 1 Längen- und 2 Geviertfelder
1880   43154 t, 166 B
1882   Wetterschacht: Einbau von Fahrten (2.Ausgang)
1884   Sch.1 erhält eisernes Fördergerüst und Tieferteufen
1885   Ansetzen 4.S.= 258 m(-189 m), 65008 t, 192 B
1886   Ansetzen 5.S.= 309 m(-240 m), Erwerb Geviertfeld Heisinger Crone (Essen-Heisingen, 1866 konsolidiert aus Bernhardine (Verleihung 1861) und Wilhelm IV (1859))
1887   Konsolidation Heisinger Crone mit Heinrich und Aufschluß
1888   Bau der Aufbereitung
1890   96297 t, 283 B
1892   Teufen eines 2.Wetterschachtes (Deipenbecktal/Langenberger Straße): 20 m seigere Teufe bis Flöz Geitling
1893   2.Wetterschacht durch Aufhauen bis 3.S. durchschlägig und in Betrieb
1894   Aufgabe des 1.Wetterschachtes, 18.4. Brand übertage: zeitweilige Fördereinstellung
1895   100889 t, 352 B
1896   Feldertausch mit Rheinischen Anthracit-Kohlenwerken (u.a. Abgabe Teilfeld = 0,16 km² vom ehemaligen Feld Heisinger Crone), Berechtsame: 1 Längen- und 3 Geviertfelder = 3,5 km²
1897   22.6. Wassereinbruch auf 5.S., bis 1.7. wieder Sümpfung
1900   153341 t, 506 B
1901   Teufen 3.Wetterschacht neben Wetterschacht an der Langenberger Straße bis Flöz Geitling (Aufhauen)
1902   Teufen Gesenk ab 5.S., Aufgabe des 2.Wetterschachtes neben dem neuen Wetterschacht
1903   Ansetzen 6.S.= 409 m(-340 m) im Gesenk
1904   bereits seit Jahren gute Ausbeute
1905   146470 t, 507 B
1907   Tieferteufen Sch.1
1908   Sch.1 bis 6.S.
1910   1.1. Auflösung Pachtvertrag mit Ver.Charlotte und wieder Übernahme des östlichen Feldes, Berechtsame: 3,6 km², 182970 t, 578 B
1913   6.S. wird Hauptfördersohle, Teufbeginn Sch.2 (neben Sch.1), 243536 t, 713 B
1915   199007 t, 564 B
1916   Sch.2 bis 5.S., erhöhte Wasserzuflüsse durch Stillegung der Zeche Eiberg (1.4.1914)
1918   Sch.2 in Betrieb als Förder-/Wetterschacht
1919   Aufgabe des 3.Wetterschachtes an der Langenberger Straße
1920   203920 t, 915 B
1925   4.9. Erwerb der Berechtsame der stillgelegten Zeche Eiberg und Ausrichtungsbeginn des ehemaligen Grubenfeldes Victoria, Berechtsame: 7,4 km², 207273 t, 986 B
1926   Februar: Inbetriebnahme Brikettfabrik
1929   1.4. Erwerb der stillgelegten Zechen Prinz Wilhelm, Steingatt, Ver.Charlotte sowie Zeche Adler (letztere weiterhin selbständige Anlage)
1930   Wiederinbetriebnahme der erworbenen Grubenfelder unter dem Namen Ver.Charlotte-Steingatt-Prinz Wilhelm als selbständige Anlage (s. dort), 352455 t, 1512 B
1932   Ansetzen Gesenk ab 6.S. zum Aufschluß der Mulde im Feld Eiberg, Abbaueinstellung im ehemaligen Feld Heisinger Crone
1934   Ansetzen tiefstes Ort = 600 m(-536 m) im Gesenk
1935   Teufen Gesenk im Feld Victoria ab 6.S. (220 m Teufe), 337987 t, 1191 B
1936   Durchschlag 6.S. mit Theodor (bis 1935 Ver.Charlotte-Steingatt-Prinz Wilhelm)
1937   1.9. Erwerb Geviertfeld Verbindung (Verleihung 28.11.1863, unverritzt)
1940   517049 t, 1350 B
1945   232275 t, 1384 B
1946   Sch.1: Förderschacht (bis 6.S.), Sch.2: Förder-/Wetterschacht (bis 5.S.), Berechtsame: 6 km²
1950   360026 t, 2262 B
1951   Teufbeginn Wetterschacht Holthuser Tal (0,8 km südlich von 1/2), 14.12. /18.7.1952 Umwandlung Gewerkschaft in Heinrich-Bergbau-AG
1952   Durchschlag Wetterschacht Holthuser Tal mit 5.S., Berechtsame: 15,6 km² (einschließlich Theodor) = 23 Längen- und 9 Geviertfelder
1955   425805 t, 2356 B
1957   Teufbeginn Sch.3 (neben 1/2)
1958   Sch.3 in Förderung ab 6.S.
1960   7.S.= 591 m(-483 m) im Unterwerk in Betrieb, 354872 t, 1819 B
1964   1.1. Übernahme Theodor (Fördersch.1 = Theodor (Ansetzen 7 ½.S.= ca. 930 m und 10.S.= 1060 m(-951 m))/Sch.2 = Charlotte (bis 5.S.= 290 m(-218 m)/Sch.3 bis 6.S.= Hauptfördersohle = 441 m(-333 m); Schacht Eiberg (= Jakob, Ansetzen Teilsohle unter der 6.S.= 504 m (-422 m), Brikettfabrik)
1965   8 Schächte in Betrieb (2 Förder-, 3 Wetter- und 3 sonstige Schächte), 880067 t, 3013 B
1966   max.Förderung: 965897 t, 3057 B
1967   959001 t, 2188 B
1968   1.4. Stillegung einschließlich Brikettfabrik Theodor, 31.5. Stillegung Brikettfabrik Heinrich, Schächte Heinrich 3 sowie Holthuser Tal (bis 6.S.= 400 m) bleiben für Wasserhaltung offen (Pumpgemeinschaft), Verfüllung aller anderen Schächte, Abbruch der Tagesanlagen
1997   noch offen: Schächte Heinrich 3 und Holthuser Tal

Helga (Essen-Steele)
(Helga I/II und Helga III/IV, Kleinzechen, Besitzer: Hermann Wilde)

1954   1.2. entstanden aus Bergmannshof
1955   max.Förderung: 8177 t, 31 B
1956   Stillegung Helga I/II
1957   Inbetriebnahme Helga III/IV
1959   6447 t, 20 B
1960   31.8. Stillegung Helga III/IV

Hoffnung(Essen-Steele)
s. Die Hoffnung

Horst (Essen-Steele-Horst)

1871   entstanden durch Konsolidation von Wecklenbank und Schultenkämperbank, Berechtsame: 1 Längenfeld, in Fristen
1873   Inbetriebnahme, 625 t, 3 B
1874   1468 t, im Juni in Fristen
1893   nach Abbau der Kohlen über der Stollensohle schon längere Zeit still
1940   Konsolidation zu Wohlverwahrt

Horster Erbstollen (Essen-Steele-Horst/Bochum-Höntrop)
(Horst Erbstolln)

1835   23.3. Verleihung Erbstollenrecht auf den Stollen von Wecklenbank außerhalb der Baut  (s. Wecklenbank)
1836   Februar: erstmalige Nennung mit Namen Horster Erbstollen (Mundloch am Vogelsang'schen Wasserkraftwerk), Weiterauffahrung nach Norden in Richtung Stalleicken; Erbstollen war hochwassergefährdet, daher Hochwassertore; kein eigener Abbau, sondern nur Lösung der anliegenden Stollenbetriebe und Kohlenförderung für diese zur Ruhr, dort Kohlenmagazin
1838   31.1. Erbstollenlänge 1152 Lachter (bereits am Dorf Eiberg vorbei), demnächst Lösung der unverritzten Felder Ver.Marie, Lisette sowie Maria Anna (= Marianne)
1840   Erreichen der westlichen Markscheide von Ver.Maria Anna & Steinbank, 31.12. 1652 Lachter Länge
1841   bei 1735 Lachtern Ansetzen Diagonalquerschlag nach Norden
1842   31.12. Querschlag nach Norden erreicht 69 Lachter, Gesamtlänge damit 1804 Lachter
1843   im Querschlag bei 73 Lachter Anfahren Flöz Maria Anna, Oktober: Gesamtlänge einschl. 480 Lachter Querschlag nach Norden = 2215 Lachter (bis unter den Höntroper Südpark)
1844   Wasserlösung und Kohlenförderung für Ver.Maria Anna & Steinbank
1845   Einstellung Querschlagsvortrieb nach Norden, Ansetzen Querschlag nach Süden, Teufen Luftschacht, Erbstollenberechtsame ist im Besitz von Ver.Maria Anna & Steinbank (s. dort)
1846   Ansetzen 2.Querschlag nach Norden, Inbetriebnahme Pferdeförderung im Stollen bis zur Ruhrniederlage
1848   September: mit 2.Querschlag nach Norden Lösung der oberen Partien von Ver.Maria Anna & Steinbank; Stundung Vortrieb, Endlänge mit Flügelörtern rd. 5 km, nur noch Wasserabführung und Förderung für Ver.Maria Anna & Steinbank
1850   Wasserabführung und Förderung, 752 Lachter lange Pferdeeisenbahn nach Steele
1854   Einstellung Förderung, da direkte Pferdeeisenbahn von Ver.Maria Anna & Steinbank zur Prinz Wilhelm-Bahn in Essen-Überruhr, nachfolgend nur noch Wasserabführung
1858   Wasserabführung
1860   Wasserabführung
1862   mit Stillegung von Ver.Maria Anna & Steinbank außer Betrieb, nur noch Wassabführung und Erhaltungsarbeiten
1863   beim Eisenbahnbau Steele-Wattenscheid Zuschüttung des Mundloches (Anlegung Einstiegsöffnung und weiter Wasserabführung)
1865   Wasserabführung, Erbstollen in schlechtem Zustand
1870   Wasserabführung
1873   Wasserabführung, 4 B
1878   Wasserabführung
1879   letztmalige Erwähnung

Hünninghauserbank (Essen-Steele-Freisenbruch)
(Hünninghausen, 1782 auch genannt Jammenölt)

1754   entstanden aus Hünninghauser Kohlberg, 20.4. Verleihung Längenfeld
1749-51 Betrieb, vermutlich zum Kohlberg an der Glashütte gehörend, da in dieser Zeit gemeinsame Betriebsabrechnung
1751   Monatsförderung (20.1.-19.2.): 152 Malter und 1 Ringel (ca. 50 t)
1754/55 in Fristen
1761/62 Betrieb
1762/63 Zahlung des Zehnten für den Abbau der Hünninghauser Banck & Nebenbanck
1768   Betrieb
1774-76 in Fristen
1775   20.4. Verleihung, genannt Hünninghauser- und Nebenbanck
1782   still, da „weggekohlt“, später wieder in Betrieb
um 1823 Stillegung, Zeche Eintracht übernimmt Kohlenliefervertrag
1827   Konsolidation zu Einigkeit

Hünninghauser Erbstolln (Essen-Steele-Freisenbruch)

Einer der ersten Stollen, welche unter die Mergeldecke vordrangen.

1725   Betrieb, Mundloch an der Straße von Steele nach Horst
um 1749 Betrieb
1750   2 Stollen, Förderung: rd. 13 Faß je 12 Stüber/Tag
1781/82 16678 Ringel
1783   Länge: 55 Lachter nach Osten als Ersatz für den alten Stollen, zwei Flügelörter querschlägig nach Norden und Süden
1796   Vortrieb Querschlag nach Süden, Abbau an den Schächten 2 und 4 = Jonas
1800   Abbau am neuen Sch.1
1805   Abbau an den Schächten 1 und 2
1810   Abbau an den Schächten Glückauf, Aurora und Fortuna
1815   Abbau, Förderung in „englischen Wagen“ zu je 5 Ringel
1818   Konsolidation zu Eintracht

Hünninghauser Kohlberg (Essen-Steele-Freisenbruch) 

um 1728 Anlegung des Bergwerks durch Hünninghausen et Consorten zur Versorgung der Steeler Glashütte, später genannt Hünninghauserbank (s. dort)

Jakob(Essen-Steele-Eiberg)
(Jacob)

1852   Abbaugenehmigung für ein Flöz mit 29“ Mächtigkeit
1853   28.12. Verleihung Geviertfeld Eiberg, Berechtsame: 224101 Lachter² = 1 km², gelöst durch den Horster Erbstollen
1857   Betriebsaufnahme: Teufen Schacht (2,5 m² Querschnitt, später Wetterschacht)
1858   Teufbeginn Sch.1 = Jacob (
Æ 26 m², nördlich der Straße Zeche Eiberg), 4 B
1860   im Frühjahr Betriebseinstellung, Schacht zur Hälfte abgedeckt
1869   Wiederinbetriebnahme und Weiterteufen Sch.1
1870   Ansetzen 1.S.= 93 m(-13 m), 56 B
1871   Sch.1 bis 154 m(-74 m) Teufe, Förderbeginn, Anschlußbahn von 70 Ruthen Länge
1872   2694 t, 105 B
1873   Ansetzen 2.S.= 122 m(-42 m)
1875   Tieferteufen Sch.1 und Ansetzen 3.S.= 159 m(-79 m), 45137 t, 162 B
1876   max.Förderung: 54900 t, 209 B
1877   Ansetzen 4.S.= 233 m(-153 m)
1878   19956 t, 117 B
1879   April: Absaufen und Betriebseinstellung
1880   endgültige Stillegung wegen finanzieller Schwierigkeiten
1882   Erwerb, Wiederinbetriebnahme und Sümpfung durch neue Gesellschaft, Umbenennung in Eiberg

Johann(Essen-Steele)

1809   Mutung Feld Johann
1827   22.9. Verleihung Längenfeld vermutlich ab 1830 Betrieb
1856   Teufen tonnlägigen Versuchsschacht, ab 2.Quartal Abbau
1857   Inbetriebnahme Förder-/Wasserhaltungsdampfmaschine
1858   Tieferteufen tonnlägigen Schacht bis 30 Lachter flach unter der Stollensohle, Ansetzen Wettersohle = 44 ½ Lachter = 93 m flach, 30.9. Verleihung Geviertfeld Margarethe, 52 B
1859   Konsolidation zu Ver.Johann

Ver.Johann(Essen-Steele)
(Ver.Johann Tiefbau)

1859   Konsolidation Johann (Berechtsame: 1 Längenfeld) mit Geviertfeld Margarethe, Berechtsa-me: 1,1 km², dazu kam in etwa gleicher Zeit Ver.Alexander, schwacher Betrieb im Tiefbau Johann mit tonnlägigem Schacht Antonie, 1.S.= 93 Lachter flach = 44 ½ Lachter seiger (= 85 m seiger), Abbau im Stollen, 53 B
1860   Tieferteufen Schacht Antonie und Ansetzen 1.Tiefbausohle = 2.S.= 85 Lachter = 178 m flach (= 145 m seiger), Aufbrechen tonnlägigen Wetter-/Wasserhaltungsschacht, 65 B
1861   Zweigbahn zur Bergisch Märkischen Eisenbahn, geringe Kohlenmengen zur Ruhr, 16356 preußische Tonnen (3271 t), 60 B
1862   Förderbeginn im Tiefbau, Schacht erreicht 100 Lachter flach
1865   176215 preußische Tonnen, 153 B
1869   Wassereinbruch und zeitweilige Betriebseinstellung
1870   48560 t, 180 B
1873   Teufen seigeren Schacht Fromberg = Johann 1 (nahe Bahnhof Steele-West): Karbon bei 4 m
1874   Schacht Fromberg: 127 m Teufe und Durchschlag mit 1.S. und 2.S.
1875   Schacht Fromberg erreicht 215 m Teufe, 53508 t, 227 B
1876   Ansetzen 3.S.= 229 m(-148 m)
1880   94823 t, 291 B
1883   zusätzlicher Wetterschacht in Betrieb
1885   max.Förderung: 120269 t, 286 B
1887   Konsolidation zu Johann Deimelsberg (bereits ab 1885 eingeleitet)

Johann Alexander(Essen-Steele-Nord)

um 1857 angeblich Stollenbau, keine weiteren Angaben

Johann Deimelsberg (Essen-Steele)
(Johann-Deimelsberg, Johann & Deimelsberg)

1887   Konsolidation von Ver.Johann und Ver.Deimelsberg (seit 1885 bereits eingeleitet), Berechtsame: Längenfeld Johann (große Vierung), Geviertfeld Deimelsberg (bestehend aus den 5 Längenfeldern Sophie, Fine Frau, Deimelsberg, Bänksgen und Kunigunde sowie dem späteren Geviertfeld Feldmarschall Friedrich Wilhelm), dazu Solquellenfeld Heilbronn (Verleihung 1867), Anlagen:

1888   Johann: Tieferteufen Sch.1 und Ansetzen 4.S.= 331 m(-250 m), Deimelsberg: Tieferteufen Sch.2 und Ansetzen 4.S.= 353 m(-252 m, identisch mit 4.S.Johann)
1889   Johann: Sch.1 = Fromberg wird Hauptförderschacht, Deimelsberg: Fördereinstellung Sch.2
1890   Abbau auf 3.S.Johann und 4.S.Deimelsberg, Verleihung Geviertfeld Feldmarschall Friedrich Wilhelm, 104008 t, 535 B
1893   Johann: im Mai Inbetriebnahme Brikettfabrik
1894   Tieferteufen Schächte Deimelsberg 2 und Johann 1, Abbaubeginn auf 4.S.Johann
1895   219709 t, 660 B
1896   Johann: Sch.1: Ansetzen 5.S.= 419 m(-338 m); Feldertausch mit Centrum
1897   Johann: Sch.1: Ansetzen 6.S.= 514 m(-433 m), Deimelsberg: Sch.2: Ansetzen 6.S.= 511 m(-409 m)
1898   Deimelsberg: Betriebseinstellung der Tagesanlagen auf Sch.1; Vorrichtung des neuen Feldes Helena, Abbaubeginn auf 5.S.
1900   Deimelsberg: Abbruch Tagesanlagen Sch.1; 232818 t, 802 B
1902   28 Feierschichten
1904   Abbaubeginn auf 6.S.
1905   Verleihung Felder Katzbach und Richard, 216440 t, 897 B
1906   Johann: Teufbeginn Sch.2 (nördlich von Sch.1); 4.10. Verleihung Feld Freier Grund (0,3 km²), Berechtsame: 1 ½ Geviertfelder (= 3,3 km²) und 7 Längenfelder
1908   Erwerb Ver.Charlotte, welche zunächst noch selbständig bleibt
1909   Johann: Sch.2 ab 5.S. in Förderung, Deimelsberg: Fördereinstellung Sch.2
1910   Deimelsberg: Abwerfen Sch.2; Übernahme Grubenfeld der stillgelegten Zeche Ver.Charlotte, 310085 t, 1210 B
1913   max.Förderung: 442523 t, 1438 B
1914   Ansetzen 7.S.= 644 m(-563 m) = tiefste Sohle im Gesenk
1915   Johann: Tieferteufen Sch.1; Verpachtung Feldesteil von Ver.Charlotte an Charlotte Bergbaugesellschaft, Berechtsame: 3,6 km² und 7 Längenfelder, 290347 t, 1033 B
1917   Johann: Sch.1 bis 7.S.
1919   Johann: Tieferteufen Sch.2 zur 6.S.; Durchschlag mit Zeche Centrum 4/6 vorhanden
1920   337208 t, 1671 B
1922   Aufgabe Grubenfeld Deimelsberg wegen hoher Wasserzuflüsse
1925   396363 t, 1690 B
1926   31.3. Betriebseinschränkung wegen Kapitalmangel, geplanter Verbund mit Centrum 4/6 kommt nicht zustande
1927   439169 t, 1623 B
1928   31.8. Stillegung
1952   Grubenfeld zu Katharina und Wiederaufschluß

Johannesberg (Essen-Steele-Freisenbruch)
(Stollen, Besitzer: Felix Decker)

1952   1.1. Inbetriebnahme
1953   6544 t, 17 B
1954   Umbenennung in Johannisberg

Johannesberg (Essen-Steele-Freisenbruch/Bochum-Sevinghausen)
(Johannisberg)

1841   10.6. Verleihung Längenfeld
um 1850 Betrieb
1878   Verpachtung Feldesteil an Eintracht Tiefbau
um 1880 Verpachtung des östlichen Feldesteiles an Centrum (dieser Teil wurde vom Längenfeld Fröhliche Morgensonne bzw. vom Geviertfeld Maria der Zeche Centrum überdeckt)

Johannisberg (Essen-Steele-Freisenbruch)

(Kleinzeche, Besitzer: Gewerkschaft Johannisberg, später Gewerkschaft Wippsterz, ab 1.1.1965 Gewerkschaft Friedrichshöhe)

1954   entstanden aus Johannesberg
1955   7799 t, 24 B
1960   9232 t, 29 B
1965   max.Förderung: 15729 t, 44 B
1967   15.8. Stillegung

Justus (Essen-Steele)
vermutlich Betrieb, jedoch unbekannt

1856   Konsolidation zu Eintracht Tiefbau

Katzbach (Essen-Steele)

Betrieb unbekannt

Kemperbank (Essen-Steele)
(Kempehrbank)

1788   Stollenabbau
mindestens ab 1796 still

Kleinebanck (Essen-Steele)

1782   still, da „weggekohlt“

Kohlberg an der Glashütte (Essen-Steele-Königssteele)
(Kohlberg in Königssteele, Königssteeler Kohlbergwerk)

Ursprünglich vermutlich genannt Hünninghauser Kohlberg, der 1661 in Abbau stand (s. dort).

1744   Betrieb
1749-51 Betrieb, genannt werden die Flöze Bongerbank, Dickebank, Dreckbank, Eicker (= Präsident), Hünninghauser Bank, Schnabel (= Sonnenschein) und Vierfußbank; vermutlich waren diese selbständige Stollenbetriebe, die aber zumindest in jenen Jahren eine gemeinsame Betriebsabrechnung führten
1827   Konsolidation zu Einigkeit 

Kohlenbergwerck im Schulten Kamp (Essen-Steele)

1737   Betrieb, wahrscheinlich später Schultenkämperbank (s. dort)

Kohlen-Bergwerck in der Hagenbeck (Essen-Steele-Horst)

1737   Betrieb (nahe Haus Horst), später genannt Hagenbeck (s. dort) 

Krayenbruchsbank (Essen-Steele-Freisenbruch)

1724   2.9. Belehnung, nachfolgend Betrieb
1827   Konsolidation zu Einigkeit

Mecklenbeck (Essen-Steele-Horst)

(Kleinzeche, Besitzer P.Paulus, ab 15.9.1952 Gewerkschaft Ver.Mülheimerglück)

1952   18.7. Inbetriebnahme, Teufen Schacht, wahrscheinlich im November Stillegung (s. Ver.Mülheimerglück)

Mecklingsbänker Erbstollen (Essen-Steele-Horst)

(Mecklingsbänker Erbstolln I und II, Mäcklingsbänker Erbstolln, Mecklingsbank)

1786   vermutlich Mutung Erbstollenrecht (Verleihung unbekannt)
1833   21.10. Verleihung der Längenfelder Mecklingsbänker Erbstolln Nr.I und Nr.II (= Mecklingsbank nach Osten und Westen)
1838   Juli: Inbetriebnahme: Ansetzen und Vortrieb Grundstrecke (nachfolgend ist dieser Stollen der bedeutendste in dieser Region und reicht vom Ansatzpunkt am Hof Feldmann - dort war auch der Einstiegsschacht - bis nahe zum späteren Bahnhof Essen-Steele-West, ca. 1,8 km Länge), Abbaubeginn im Feld Mecklingsbänker Erbstollen Nr.I, 6555 7/8 preußische Tonnen
1840   Kohlenmagazin an der Ruhr, 65875 preußische Tonnen
1842   56991 preußische Tonnen
1843   wahrscheinlich Vereinigung mit Mecklingsbank
1846   Betrieb
1849   im Südflügel Bleierzfund (Abbau unbekannt)
1850   93817 preußische Tonnen (22516 t)
1855   Pferdeförderung, 137671 5/8 preußische Tonnen, 121 B
1856   unter der Erbstollensohle teilweise konsolidiert zu Eintracht Tiefbau, 150642 preußische Tonnen, 108 B
1861   Betrieb
1862   2.S.= 54 Lachter, unter 150000 preußische Tonnen
1863   Betrieb
1865   25700 t
1867   429836 Scheffel (21492 t)
ab 1869 genannt Mecklingsbank, 21627 t
1870   22230 t, 85 B
1872   22257 t, 77 B
1874   nur noch Restabbau
1875   10286 t, 39 B
1877   über der Stollensohle abgebaut, März: Stillegung
1897   zu Ver.Charlotte

Mecklingsbank(Essen-Steele-Horst)

(Mecklenbecks Banck Gerichts Horst, Merckling Hauß Banck, Mercklingsbank, Mecklingsbank Gerichts Horst, Mecklingerbanck, Mäcklingsbank)

1725   Betrieb
1737   Betrieb (Mecklenbecks Banck Gerichts Horst)
1739   Betrieb
1740   Betrieb
1743   Betrieb
1751   erneute Mutung, wahrscheinlich verlassen
1754   Mutung, 7.5. Verleihung Längenfeld Mercklingsbank, Betrieb
1755   Unterwerken, 6 B
1758/59 Betrieb
1761/62 Betrieb
1771   Betrieb
1772   in Fristen
1773   wieder in Betrieb
1775   Betrieb
1783   Unterwerksbau bis 20 m seiger unter der Stollensohle, Förderschacht 13 in Betrieb mit Roßkunst zum Heben des Wassers mit Pumpensatz (zweifaches Gestänge)
1784   mehrere Förderschächte, 6 Örter belegt
1787   9.3. Verleihung Längenfeld Neucastel
1794   Betrieb
1802   12 Ringel/Tag
1803   Betrieb
1809   2 Flöze in Abbau, Ausbeute
1811   Tagesstrecken 1 und 2 in Betrieb, 53 ½ Kuxe beim Fiskus
1815   Betrieb
1818   in Fristen
1826   Tagetriebe 1 und 4 in Betrieb
1827   137888 ½ Scheffel
1828   ab Juni in Fristen
1832   2.1. Wiederinbetriebnahme, Ausrichtung
1834   7439 Scheffel, 3 B, danach in Fristen
1837   Lösung der Berechtsame durch Eintrachter Erbstolln, in Fristen
1840   in Fristen
1843   wahrscheinlich Berechtsame zu Mecklingsbänker Erbstollen

Mecklingsbank ins Westen (Essen-Steele-Horst)

1790   Mutung
1841   Preußischer Fiskus mitbeteiligt, kein Betrieb
1842   Aufschluß eines Flözes, Stollenmundloch nahe Haus Horst
1849   11.8. Verleihung Geviertfeld (0,85 km²)
1892   südlicher Teil zu Ver.Charlotte
1893   nördlicher Teil = Hauptteil zu Eiberg

Mercklingsbank (Essen-Steele-Horst)
s. Mecklingsbank

Neue Hoffnung (Essen-Steele-Freisenbruch)

1761   Betrieb (Neue Hoffnung ins Osten)
1786   Stollenbetrieb
1802   außer Betrieb
1856   28.6. Verleihung Geviertfeld, Konsolidation zu Eintracht Tiefbau

Neue Steinbank(Essen-Steele-Eiberg)
(Neue Steinbänke)

1771   6.3. Verleihung Längenfeld Neue Steinbank Nr.2 (neben Neue Steinbank Nr.1, diese hat keine Belehnung)
1775   Betrieb
1812   Neue Steinbank Nr.1 wegen matter Wetter in Fristen, Inbetriebnahme Neue Steinbank Nr.2
1818   Konsolidation zu Eintracht

Neu-Mülheim (Essen-Steele-Freisenbruch)
(Neumülheim, Neu Mühlheim)

um 1767 Betrieb, mindestens 3 Flöze aufgeschlossen, Abbau in Flöz Eicker
1769   Betrieb
1774   Vermessung der Zechen Neumülheim und Neumülheim Nr.3
1775   Betrieb
1827   Konsolidation zu Einigkeit

Neumülheim Dickebank(Essen-Steele-Horst)

vor und um 1836 Betrieb

Neumülheimer Erbstolln (Essen-Steele)
(Neu-Mülheimer Erbstolln)

vor 1796 von der Ruhr aus angesetzt, keine weiteren Angaben
1818   Konsolidation zu Eintracht

Neusteinbanck(Essen-Steele-Eiberg)
s. Neue Steinbank

Prinz Friederich (Essen-Bergerhausen-Steele)

1842   266 preußische Tonnen

Prosit (Essen-Steele)

im 18./19.Jahrhundert vermutlich Abbau, sonst keine Angaben

Robert(Essen-Steele-Horst)

(1850/60er Jahre auch Robert I, nach dem 1.Weltkrieg volkstümlich auch genannt Puploch, 1919-24 auch genannt Schwarze Junge (s. dort))

1853   29.9. Verleihung Geviertfeld Robert
1856   Beginn Auffahrung Stollen (in der sogenannten Geitlingsniederlage, s. Geitling), Schwefelkiesfund (nur kurzzeitiger Abbau), Anlegung Kohlenniederlage an der Ruhr
1857   Betrieb
1861   zum Jahresende außer Betrieb
1863   Weiterauffahrung Stollen nach Osten
1864   Stollenlänge: 291 Lachter
1866   Betrieb
1867   wahrscheinlich außer Betrieb
1869   12.8. Teilung Geviertfeld Robert in Ver.Charlotte (s. Ver.Charlotte) und Robert
1870   1225 t
1872   Teufen Luftschacht bis zum Stollen, 3434 t, 19 B
1874   1448 t, 9 B
1875   Juni: Stillegung, da im abgebauten Feld von Schwarze Junge
1915   Wiederinbetriebnahme, Auffahrung Stollen, 1848 t, 5 B
1916   nur Aufschlüsse im „Alten Mann“, an der westlichen Markscheide Herstellen eines Abhauens von 160 m flacher Länge, 12595 t, 43 B
1919   Abbaubeginn im Feld Schwarze Junge und Schwarze Junge I, 1 Stollen in Betrieb
1920   Übernahme Schwarze Junge, Wiederaufschluß der stilliegenden Zeche Wohlverwahrt, 45526 t, 158 B
1921   1 Stollen und 2 tonnlägige Gesenke (90 m flache Teufe), Übernahme Neu-Ruhrort
1922   Abbau auf 2 Sohlen, Baufeld: 1000 m streichend und 150 m querschlägig, Wettersohle = 26 m flach, max.Förderung: 77475 t, 366 B
1925   23400 t, 100 B, 30.6. Betriebseinstellung
1926   Januar - Ende April: vorübergehender Betrieb, 833 t, 6 B
1934   Januar: Wiederinbetriebnahme, Ansetzen neuen Stollen (unterhalb von Schloß Horst am Ehrenmal), Betrieb auf altem Stollenniveau, 170 t, 2 B, September: Stillegung

Schmalbänksgen (Essen-Steele)

vermutlich im 18. oder 19.Jahrhundert Betrieb

Schnabel (Essen-Steele-Königssteele)

1749/51 Betrieb in Flöz Sonnenschein, wahrscheinlich zum Kohlberg an der Glashütte gehörend, da gemeinsame Betriebsabrechnung (s. dort)
1764   Betrieb
1767   Betrieb, Verleihung Längenfeld
1782   Betrieb
1827   Konsolidation zu Einigkeit

Schultenkämperbank(Essen-Steele-Eiberg)

(Schulten Kaemper Banck, Schultenkemperbank, Schultenkampsbanck, Schultenkämperbank in der adligen Baut)

Wahrscheinlicher Vorgänger: Kohlenbergwerk im Schulten Kamp (s. dort).

1740   Betrieb (Schultenkampsbanck)
1748   Betrieb (Schultenkampsbanck)
1750   außer Betrieb, Stollenmundloch nahe Ruhrmannshof an der Ruhr, Kohle steht noch an
1751   erneute Mutung
1753   Abbau am Schultenkamp mit Schacht
1755   Betrieb, Stollen wurde aufgefahren aus der Wiese von Schulte nach Westen, Förderung aus dem neuen Schacht, 4 B
1768/69 Betrieb
1771   Betrieb
1775   Betrieb
1780/81 Betrieb
1792   20.10. Verleihung von 2 Längenfeldern: a) innerhalb der Baut Horst, b) außerhalb der Baut Horst ( Baut = Burg- bzw. Schloßbezirk); Betrieb
1796   Abbau an den Schächten 1, 2 und 7
1800   Schacht Juliana in Betrieb
1801   4.1. in Fristen wegen Absatzmangel
1814   still (46 Kuxe beim Fiskus)
1819-23 Abbau
1834   Verkaufsangebot der königlichen Kuxe
1838   9.6. Wiederbelegung und Aufwältigungsarbeiten
1839   Aufwältigung, November: Stillegung wegen Unbauwürdigkeit
1871   Konsolidation von a) mit Wecklenbank zu Horst (1940 Konsolidation zu Ver.Wohlverwahrt), b) später zu Eiberg

Seitebank (Essen-Steele-Königssteele)
(Seutebank)

1738   6.6. Verleihung kleines Längenfeld
1749/51 Betrieb, wahrscheinlich zum Kohlberg an der Glashütte gehörend, da gemeinsame Betriebsabrechnung
1827   Konsolidation zu Einigkeit 

Steeler Kohlenberg(Essen-Steele)

um 1655 Betrieb, vermutlich von den Gartfeldischen Gewerken betrieben (s. Gartfeldische Kohlgruben), die Arbeiter durften nach Schichtende am Abend ein Stück Kohle mitnehmen: erster Hinweis auf Deputatkohle

Vierfußbank(Essen-Steele-Königssteele) 

1724   15.12. Verleihung, Betrieb
1749-51 Betrieb, wahrscheinlich zum Kohlberg an der Glashütte gehörend, da gemeinsame Betriebsabrechnung
vor 1774 Vereinigung zu Bongerbank & Vierfußbank

Vorsichtige Emmeline (Essen-Steele)
(Vorsichtige Emilie)

1856   28.6. Verleihung eines kleinen Geviertfeldes, wahrscheinlich Stollenbau, im gleichen Jahr Konsolidation zu Eintracht Tiefbau 

Wasserbank(Essen-Steele)
(Wasserfall) 

1845   genannt, vermutlich Betrieb

Wasserjungfer (Essen-Steele-Horst)
(Wasserjungfer Nr.I und Nr.II) 

1798   4 Mutungen: Wasserjungfer 1 (Junge Tochter, Liebes Mädchen, Würdige Mutter), Wasserjungfer 2 (Neue Steele); Stollen nahe der Grenze zwischen Steele und Horst
1839   genannt
1845   17.5. Verleihung der kleinen Geviertfelder Wasserjungfer Nr.I und Nr.II
1855   in Fristen
1857   Betrieb
1858   Betrieb, danach wahrscheinlich still
1901   zu Eintracht Tiefbau

Wecklenbank (Essen-Steele-Horst-Eiberg)
(Wecklenbanck Gerichts Horst) 

2 Gewerkschaften: a) inner der (adeligen) Baut Horst (Baut = Burgbezirk),
                         b) außer der (adeligen) Baut Horst.

1737   Betrieb (Wecklenbanck im Gericht Horst nahe Haus Horst)
1778   Belehnung a)
1779   Betrieb
1782   Betrieb
1783   Belehnung b)
1785   a) und b) Betrieb und Vermessung
1788/89 Betrieb
1791   Betrieb
1796   Abbau, Sch.7 = Samuel in Betrieb
1798   Ansetzen neuen Stollen und Auffahrung nach Norden (Mundloch am Vogelsang´schen Wasserkraftwerk)
1800   Schacht Samuel und Sch.1 in Betrieb
1802   16.1. Neuverleihung a) = Längenfeld Wecklenbank in der Baut und b) = Längenfeld Wecklenbank außer der Baut
1805   Betrieb
1810   Betrieb
1813   ab März in Fristen
1819-23 Abbau
um 1831 Stollenbau, dazu b) Schacht auf dem Wielandsberg
1833   Reparaturen, Aufwältigen und Höherlegen des Stollens
1834   Oktober: Abbaubeginn, Weiterauffahrung des Stollens
1835   31.12. Stollenlänge: 733 Lachter
1836   Zeche liegt still, Februar: Umbenennung Stollen von Wecklenbank außer der Baut in Horster Erbstollen (s. dort)
1871   a) Konsolidation zu Horst
1882   b) zur Berechtsame von Eiberg gehörend 

Weglinksbank (Essen-Steele-Horst)

um 1775 Betrieb, möglicherweise identisch mit Wecklenbank (s. dort)

Wohlgemuth(Essen-Steele) 

vor 1856 Stollenbau
1856   Konsolidation zu Eintracht Tiefbau 

Wohlverwahrt (Essen-Steele-Horst)

1791   6.8. Verleihung von 2 Längenfeldern, nachfolgend Betrieb
1796   Abbau, ab November Auffahren Stollen, Mundloch an der Straße „In der Lake“
1800   Stollenvortrieb
1805   Vortrieb und Abbaubeginn
1810   Abbau
1813   Schacht vorhanden, Ort unter der Schachtsohle vorhanden, Abbau, Einrichtung Kohlenniederlage an der Ruhr
1815   Abbau, Luftschacht vorhanden
1820   Abbau
1821   Mai: Betriebseinstellung
1831   1.5. Wiederinbetriebnahme
1835   Abbau
1836   Kohlenmagazin an der Ruhr, 18127 7/8 preußische Tonnen
1840   30524 1/8 preußische Tonnen
1841   Vermessung der Berechtsame
1842   40921 preußische Tonnen
1844   Abbau Flöz Wohlverwahrt (ca. 150 m flache Bauhöhe) in der Berechtsame Geitling (s. dort)
1847   Abbau
1850   Betriebseinstellung
1857   22.4. Verleihung Geviertfeld Wohlverwahrt
1858   18.1. Konsolidierung zu Ver.Wohlverwahrt
1914   1.4. nach Stillegung der Zeche Eiberg Berechtsame wieder frei
1917   erneute Betriebsaufnahme, Stollen (Antonienallee 16), Herstellung eines Tagesabhauens, starke Wasserzuflüsse, Baufeld: 350 m streichende Länge, flache Teufe: 65 m, 7 B
1918   Teufbeginn Schacht, Abbaubeginn, 2233 t, 39 B
1919   Schacht: Stundung Teufarbeit bei 30 m wegen erhöhter Wasserzuflüsse, Jahresende: Stundung des Betriebes
1920   Wiederaufschluß durch Zeche Robert, erneute Inbetriebnahme, 10083 t, 65 B
1921   Absaufen wegen Ruhrhochwasser
1923   1.3. Fördereinstellung
1925   30.6. Stillegung
1937   Sümpfen
1938   Juni: Teufbeginn seigeren Schacht nahe der Ruhr, Ansetzen 1.S.= 40 m(+38 m NN), 29 B
1939   Ansetzen 2.S.= 86 m(-8 m, 80 mS), Förderbeginn, 4196 t, 104 B
1940   Konsolidation mit Geitling und Horst, 1 Förder- und 1 Wetterschacht, 41022 t, 164 B
1942   2 Wetterüberhauen, 16.7. Wassereinbruch aus alten Grubenbauen (4 T), 2.S. abgesoffen, Sümpfen
1943   max.Förderung: 69634 t, 243 B
1945   22723 t, 179 B
1946   1 Förderschacht, 1 seigerer Wetterschacht (25 m Teufe), 2 Wetterüberhauen, Hauptfördersohle: 2.S.= 86 m, Brikettfabrik geplant (aber nicht realisiert), Berechtsame: 4 Längenfelder = 0,55 km²
1950   53561 t, 243 B
1952   Baufeld: 2600 m streichend und 730 m querschlägig
1955   1 Förderschacht, 1 Wetterüberhauen, 64844 t, 237 B
1959   Aufgabe der 80 m-Wettersohle
1960   Teufen Blindschacht ab 2.S. und Ansetzen 3.S.= 176 m(-98 m), 46933 t, 187 B
1961   36936 t, 161 B
1962   23.3. Fördereinstellung, 30.9. Stillegung

Ver.Wohlverwahrt(Essen-Steele-Horst)

1858   18.1. Konsolidierung von Wohlverwahrt (Berechtsame: 2 Längenfelder in der Berechtsame Eiberg, jedoch nur 1 Flöz verliehen) mit Fahrenhaus, Flöz Alexander, zu Geviertfeld Victoria, nachfolgend zeitweilig geringer Abbau
1863   still
1898   Berechtsame zu Eiberg
1917   nach Stillegung von Eiberg Wiederinbetriebnahme unter dem Namen Wohlverwahrt (s. dort)

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Glossar und Abkürzungsverzeichnis

Aak (Ack, Acke, Ackeldruft, Ackedrucht, Aquädukt): alter Ausdruck: Stollen oder Graben zur  Ableitung des unter Tage zufließenden Wassers

Abbau: 1.) Kohlengewinnung  2.) Grubenbau, in dem Kohle hereingewonnen wird (s. Streb)

Abbauverlust: bei der Kohlengewinnung verlorengehende Kohlenmenge, angegeben in %, z.B.      30% Abbauverlust: von 100 t anstehender Kohle werden 70 t gefördert, 30 t gehen verloren

abdämmen: einen Grubenbau zum Schutz vor Feuer, Wasser oder Gas abschließen

Abhauen: im Flöz abfallend hergestellter Grubenbau

Abspliß: kleiner abgetrennter Teil eines verliehenen Grubenfeldes

Abteilung: 1.) früher: Bereich zwischen zwei Sohlen, z.B. 2.Abteilung = Bereich zwischen der 1.Sohle und 2.Sohle, 3.Abteilung = Bereich zwischen der 2.Sohle und 3.Sohle  2.) heute: Bereich zwischen den jeweiligen Abteilungsquerschlägen einer Sohle

Abwetter: verbrauchte, aus der Grube ausziehende Luft

alter Bau: s. Alter Mann

Alter Mann: abgebauter und verbrochener oder mit Versatz = Füllmaterial gefüllter Flözteil

Anbruch (Anbrüche): s. Aufschluß

ansetzen (Sohle ansetzen): eine neue Sohle aus einem Schacht oder Blindschacht anlegen

Aquädukt: s. Aak

Aufbereitung: Gebäude und Verfahren zur Trennung der Kohlen vom Gestein sowie Sortierung nach Korngrößen

Aufbruch (aufbrechen): von unten nach oben hergestellter Blindschacht (Gegenteil: Gesenk)

auffahren: einen horizontalen oder geneigten Grubenraum herstellen

Aufhauen: im Flöz ansteigend hergestellter Grubenbau

Aufschluß: freigelegte Lagerstätte

aufwältigen (Aufwältigung): einen verbrochenen oder verfüllten Grubenbau wieder benutzbar machen

Augenscheinnahme (Inaugenscheinnahme): Fundbesichtigung durch das Bergamt

Augermining: Kohlenabbau durch horizontales Großlochbohren (2 m Ø, ca. 60% Abbauverluste)

Ausbeute: der an die Gewerken anteilig ausgezahlte Betriebsgewinn

Ausrichtung: Herstellung von Grubenbauen (überwiegend im Nebengestein) zur Erschließung der Lagerstätte für den späteren Abbau

B: Beschäftigte (Arbeiter und Angestellte unter- und übertage), z.B. 1255 B = 1255 Beschäftigte

Bank (Kohlenbank): Flöz. Auch in Flöznamen vorkommend: Dickebank, Sarnsbank usw.

Baufeld: Teil des Grubenfeldes, in dem Abbau betrieben wird

Bausohle: s. Tiefbausohle

bauwürdig: mit wirtschaftlichem Erfolg gewinnbar

Befahrung (befahren): s. Fahrung

Belehnung: s. Verleihung

Beilehn: Hinzuverleihung eines Grubenfeldes zu einem bereits vorhandenen

Berechtsame (Gerechtsame): Bergwerkseigentum, Gesamtheit der zu einem Bergwerk oder einer Gesellschaft gehörenden Grubenfelder

Berg: geneigter Grubenbau (Förder-, Wetter-, Gesteins-, Flözberg)

Berge: taubes, loses Gestein

Bergeversatz: 1.) Verfüllung bergmännisch geschaffener Hohlräume mit taubem Gestein  2.) das Versatzmaterial selbst

Bergfeste: 1.) Schutzbereich im Grubenfeld, in dem aus Rücksicht auf einzelne Grubenbaue oder Übertageanlagen nicht oder nur unter besonderen Bedingungen abgebaut werden darf    2.) zumindest vorübergehend stehenbleibender Teil des Gebirges, um andere Betriebsbereiche zu schützen, z.B. beim Tieferteufen eines in Betrieb befindlichen Schachtes

bergfrei: 1.) noch nicht zum Abbau verliehene Lagerstätte  2.) aufgehobene Belehnung bzw. Berechtsame (= Bergfreifallen)

Blackband: s. Kohleneisenstein

Blindschacht: nicht zutage ausgehender Schacht zwischen mehreren Sohlen

Bremsberg: geneigter Grubenbau, in dem die gefüllten Förderwagen mit Hilfe eines Haspels, einer Bremse oder einer anderen Einrichtung von der oberen zur unteren Sohle abgebremst und die Leerwagen als Gegengewicht nach oben transportiert werden

Brikettfabrik: Anlage zur Herstellung von Briketts aus Feinkohle und Bindemittel (= Pech)

Bühne: Arbeitsplattform, z.B. schwebende = freihängende, maschinell bewegte Bühne im Schacht

Centner: s. Zentner

Debit: alter Ausdruck: Absatz, Kohlenverkauf

dohnlägig (Dohnlage): alter Ausdruck, s. tonnlägig

durchörtern: einen Grubenbau durch Gebirgsschichten, insbesondere durch Störungen vortreiben

Durchschlag: eine Verbindung zwischen zwei Grubenbauen herstellen

Einfallen (Flözeinfallen): Neigung der geologischen Schichten oder eines Grubenbaues gegen die Waagerechte

einschichtig: einschichtiger Betrieb, d.h. nur eine Schicht je Tag, z.B. von 6-14 Uhr

Erbstollen: Stollen zur Wasser- und Wetterlösung, vorgetrieben von Erbstöllnern, welche von den gelösten Bergwerken eine Erbstollengebühr erhielten (Erbstollenneuntel = 10% des Erlöses)

Erbstollengerechtigkeit: Erbstollenrecht

ewige Teufe: unbegrenzte Tiefe

Fahrte: Leiter

Fahrung (fahren): jede Art der Fortbewegung der Menschen untertage zu Fuß oder mit einem Beförderungsmittel

Fahrkunst: mechanisch bewegtes Gestänge im Schacht zum Ein- und Ausfahren der Bergleute, das in der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts im Einsatz war

Faß: s. Kapitel: Maße und Gewichte

Feldertausch: aus bergwirtschaftlichen Gründen vorgenommener und bergrechtlich genehmigter Tausch von Berechtsamsteilen zwischen zwei Bergwerken

Fiskus (fiskalisch): Staatskasse (staatseigen)

flach: kürzeste Entfernung zwischen zwei Punkten im Einfallen eines Flözes oder eines Grubenbaues (tonnlägiger Schacht oder Berg); Beispiel: Abstand der 1.Sohle von der Tagesoberfläche in einem tonnlägigen Schacht: 1.S.= 270 m flach = 220 m seiger

Flözmulde: trogartige Einmuldung des Flözes

Flügel: Flankenfläche einer Mulde oder eines Sattels, z.B. Nordflügel, Südflügel

Fördermaschine: maschinelle Einrichtung, welche mit Hilfe eines Förderseils die Fördergefäße im (Blind-)Schacht bewegt (früher Haspel, Göpel)

fördern: unter Tage transportieren

Fördersohle (Hauptfördersohle): Sohle, von der die Kohlen im Schacht zutage gefördert werden

Fördertrümer: s. Trum

Förderung: 1. Transport aller Güter im Grubengebäude  2. Kohlenförderung = Produktionsergebnis eines Bergwerks (Tagesförderung usw.)

Fremdwasserhaltung: Wasserhaltung zum Kurzhalten der Grubenwässer in markscheidenden Grubengebäuden, da im Ruhrrevier fast alle Bergwerke miteinander durchschlägig oder durch Klüfte o.ä. verbunden sind. Die Fremdwasserhaltungen befinden sich meist auf stillgelegten Bergwerken

Frischwetter: unverbrauchte Luft von übertage

fristen (in Fristen): zeitweise Außerbetriebnahme eines Bergwerks

Fundgrube: s. Kapitel: Maße und Gewichte

GBAG: Gelsenkirchener Bergwerks-AG

gebrochener Schacht: im Deckgebirge seiger, anschließend im Einfallen des Flözes tonnlägig geteufter Schacht

Gang (Gänge): s. Kapitel: Maße und Gewichte

Gerechtsame: s. Berechtsame

geringmächtig: dünn

Gesenk: einen Blindschacht von oben nach unten teufen = senken (Gegenteil: Aufbruch)

Geviertfeld: s. Kapitel: Maße und Gewichte

Gewerkschaft: ältere Rechtsform einer Bergwerksgesellchaft (Anteile in Form von Kuxen)

Gewinnung: die Kohle aus dem Gebirgsverband lösen

GHH: Gutehoffnungshütte Oberhausen Aktiengesellschaft

Göpel: im 18./19.Jahrhundert von Menschen, Tieren, Wasser oder Dampf betriebene Schachtwinde

Grubenbau: planmäßig geschaffener bergmännischer Hohlraum

Grubenfeld: räumlich begrenztes und markscheiderisch vermessenes Bergwerkseigentum

Grubengebäude: sämtlich Untertageräume eines Bergwerks

Hängebank: 1. Halle über dem Schacht, in welcher der Umschlag der Förderwagen oder das Entleeren der Fördergefäße erfolgt und wo die Bergleute den Förderkorb betreten oder verlassen  2. früher: Plattform im Fördergerüst, von der aus die Förderkübel vom Seil abgenommen und nach der Entleerung wieder angehängt wurden

Hangendes: über einem Flöz befindliche Gesteinsschichten

Haspel: von Hand betätigte Winde zur Förderung in (Blind-)Schächten, Strecken oder Bremsbergen

Haspler (Haspelknecht): alter Ausdruck: Bergmann, der am Schacht die Seilwinde betätigt

Hauer: ausgebildeter und geprüfter Bergmann, Benennung nach speziellen Tätigkeiten: Kohlen-, Gesteins-, Schießhauer usw.

Herrichtung: Einbau von Ausbau-, Gewinnungs- und Fördereinrichtungen usw. in einem neuen Abbaubetrieb = Streb, s. dort

Hobel: am Strebförderer geführtes schälendes Kohlengewinnungsgerät

Hobelstreb: Abbauraum, in welchem die Kohle mit Hilfe eines Hobels hereingewonnen wird

Hornstatt: alter Ausdruck: Haspelkammer

Hydromechanik: Gewinnung und Förderung der Kohlen mit Wasser. Die Lösung der Kohle geschieht mit Wasserwerfern und 100-150 bar Wasserdruck. Die Kohlentrübe wird in Rinnen und Rohrleitungen bis zur Verladung bzw. mit Hilfe von Pumpen bis nach übertage gefördert

Inaugenscheinnahme: s. Augenscheinnahme

in Fristen liegen: s. fristen

Kalkkohlen: keine hochwertige, sondern nur zum Brennen von Kalk geeignete Steinkohle

Karbon: Erdzeitalter, beginnend vor etwa 350 Millionen Jahren, Dauer ca. 70 Millionen Jahre. Im ca. 40 Millionen Jahre dauernden Oberkarbon entstanden in ca. 3000 m mächtigen Sandstein- und Schieferablagerungen mehr als 200 Kohlenflöze aus damaligen Urwäldern und -mooren

Kaue (Waschkaue): Umkleide- und Waschraum

Kerbstock (Kerbholz): ein Paar Holzstäbe, in welche täglich die Zahl der zutagegeförderten Kohlengefäße eingekerbt wurde. Ein Stab verblieb beim Bergwerk, den anderen erhielt der zuständige Bergbeamte zur Kontrolle. Verwendung vermutlich bis Ende des 18.Jahrhunderts

Klancke (in Klancken): alter Ausdruck: geologische Störung, durch welche das betreffende Flöz verschoben wurde

Koepeförderung: 1877 erstmals realisierte Schachtförderung mit Treibscheibe und Rundseil sowie Gewichtsausgleich durch ein Unterseil

Kohleneisenstein: flözartige Ablagerung von Eisenerz im Karbon, häufig zusammen mit Steinkohle

Kohlenhauer: s. Hauer

Kohlenniederlage: Kohlenzwischenlager an der Ruhr zur Zeit der Verschiffung der Kohlen

Kohlenpfeiler: alter Ausdruck: zum Abbau vorbereiteter Bereich eines Kohlenflözes

Kohlenstaubexplosion: Explosion eines Kohlenstaub-Luft-Gemisches, gewöhnlich ausgelöst durch eine Schlagwetterexplosion, durch welche der abgelagerte Kohlenstaub aufgewirbelt wird

Kokerei: Anlage zur Herstellung von Koks aus Feinkohlen, wobei das entstehende Gas weiterverwertet wird, z.B. zur Befeuerung von Hochöfen

Konsolidation (Konsolidierung): bergrechtliche Vereinigung zweier oder mehrerer Bergwerke oder Berechtsamen

Kubikfuß: s. Kapitel: Maße und Gewichte

Kunstschacht: in der ersten Hälfte des 19.Jahrhunderts gebräuchlicher Ausdruck für einen Schacht mit einer Wasserkunst oder Dampfmaschine zum Heben des Grubenwassers und/oder zum Fördern der Steinkohle

Kunstwerk: mit einer Dampfmaschine betriebene Wasserkunst, s. auch Kunstschacht

Kux: Anteil am Vermögen einer bergrechtlichen Gewerkschaft in Form eines Namenspapiers

kW: Kilowatt (1000 Kilowatt = 1 Megawatt)

Lachter: s. Kapitel: Maße und Gewichte

Längenfeld: s. Kapitel: Maße und Gewichte

Letten: Lehm

Lichtloch: alter Ausdruck: kleiner Schacht zur Bewetterung eines Stollens, manchmal auch der Fahrung und Förderung dienend

Liegendes: unter einem Flöz befindliche Gesteinsschichten

Lochstein: bis Ende des 19.Jahrhunderts gebräuchlicher Grenzstein zur Festlegung eines Grubenfeldes. Ursprünglich hatten die Lochsteine ein Loch, durch welches bei der Vermessung die Meßkette gezogen wurde

lösen: 1. ein Grubenfeld oder einen Feldesteil erschließen, d.h. den Wasserabfluß bewerkstelligen   2. eine Lagerstätte erschließen

Luftschacht: Schacht zur Belüftung der Grubenbaue, meist einziehender Frischwetterschacht

Maaß (Maaße): s. Kapitel: Maße und Gewichte

Mächtigkeit (mächtig): Dicke (dick)

Malakoffturm (Malakowturm): zwischen 1850 und ca. 1880 errichtete steinerne Schachtgebäude zur Aufnahme der Seilscheiben und der starken Seilkräfte (benannt nach dem Fort Malakoff in Sewastopol auf der Krim)

Malter: s. Kapitel: Maße und Gewichte

Markscheide: untertägige Grenze (markscheidend = angrenzend)

Maschinenschacht: im 19.Jahrhundert gebräuchlicher Ausdruck für einen mit einer Dampfmaschine ausgerüsteten Schacht

Maschinensohle: alter Ausdruck: die Sohle, von welcher mit Hilfe von Pumpen das Wasser zutage gehoben wird

matte Wetter: sauerstoffarme Luft

max.Förderung: höchste Jahresförderung eines Bergwerks während seines Bestehens

Meiler (Koksmeiler): bis Mitte des 19.Jahrhunderts gebräuchliche, den Holzkohlenmeilern ähnliche Verkokung von Stückkohlen, wobei die Abgase frei in die Atmosphäre gelangten

Mergel: Deckgebirge, d.h. Kreideschichten über den flözführenden Karbonschichten

mS: Metersohle, z.B. 280 mS = Sohle in 280 m Teufe. Da die Sohlen jedoch immer mit einem geringen Ansteigen wegen des Wasserabflusses aufgefahren werden, geben die Metersohlen meist die abgerundete Sohlenteufe an

Mundloch (Stollenmundloch): Tagesöffnung eines bergmännischen Baues

Muter: die Verleihung einer Berechtsame Beantragender

Mutung: nach Aufschluß eines bauwürdigen Flözes Antrag auf Verleihung eines Grubenfeldes

Nebenbank: neben einem mächtigeren Flöz vorhandenes, meist dünneres Flöz, z.B. Flöz Finefrau und Flöz Finefrau Nebenbank

Niederlage (Ruhrniederlage): s. Kohlenniederlage

NN: Normalnull, z.B. +27 m NN = 27 m über Normalnull, -35 m = 35 m unter Normalnull

Obersteiger: 1. früher: Beamter der Bergbehörde  2. heute: höherer Bergwerksangestellter

Observanz: bis Anfang des 19.Jahrhunderts geltendes Gewohnheitsrecht in einem begrenzten Bereich, d.h. Bergbaufreiheit = kein Bergbauregal des Landesherrn: die Steinkohlen gehörten dem Grundbesitzer ohne besondere Verleihung, z.B. Byfanger Observanz

Ort: 1. Zwischen- oder Nebensohle, meist im Blindschacht angesetzt, z.B. Ort 1  2. Ende eines Grubenbaues: vor Ort

Pfeiler (Kohlenpfeiler): bis ca. Ende des 19.Jahrhunderts in Anwendung: zum Abbau hergerichteter Teil eines Flözes, durchschnittliche Abmessungen: ca. 10 x 10 m

preußische Tonne (pr.T.): s. Kapitel: Maße und Gewichte

Privatkokerei: Mitte des 19.Jahrhunderts: nicht der Zechengesellschaft gehörende, von einem fremden Unternehmen betriebene Kokerei. Die Privatkokereien befanden sich meistens auf oder nahe dem Zechengelände und wurden später fast immer von der jeweiligen Zechengesellschaft erworben

Pütt: 1. alte Benennung für den Kohlenabbau mittels schachtähnlicher Vertiefung, welche meist nur bis zum Grundwasser reichte  2. alter Ausdruck für kleinen Schacht  3. volkstümliche Bezeichnung für Zeche

Pumper: Bergleute, welche das zulaufende Grubenwasser mit Behältern oder mit Hilfe von Pumpen aus der Grube förderten. Mit Einführung der Dampfmaschine nicht mehr erforderlich

Quadratlachter: s. Kapitel:Maße und Gewichte

Querschlag: Grubenbau, der quer (= rechtwinklig) durch die Gebirgsschichten aufgefahren wird

RAG: Ruhrkohle AG

Rasenhängebank: übertägiger, ebenerdiger Anschlag am Schacht

Repräsentant: von der Gewerkenversammlung gewählter Bevollmächtigter einer bergrechtlichen Gewerkschaft

RWE: Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk AG

Rezeßgeld: bis Mitte des 19.Jahrhunderts gültige quartalsweise Abgabe an das Bergamt zur Aufrechterhaltung der Berechtsamsverleihung

Richtstrecke: Grubenbau, der parallel zu den Gebirgsschichten aufgefahren wird

Ringel: s. Kapitel: Maße und Gewichte

Rösche (Stollenrösche): 1. untertägiger Graben zur Abführung von Grubenwasser  2. Stollen mit geringem Querschnitt, nur der Wasserabführung dienend  3. übertägiger Wassergraben, oft abgedeckt

Roßkunst: alter Ausdruck: Pferdegöpel zum Fördern der Kohlen, häufig auch des Grubenwassers

Rthlr.: Münze: Reichsthaler (1Taler = 3 Mark); ab 1.1.1875 durch Einführung der Mark ersetzt

Ruhrmagazin (Ruhrkohlenmagazin): s. Kohlenniederlage

Rute (Ruthe): s. Kapitel: Maße und Gewichte

S.: s. Sohle

Salzcoctur (Saltzcoctur): Salzsiederei, Saline; bis Ende des 18.Jahrhunderts gebräuchlicher Name

Sch.: s. Schacht

Schacht (Sch.): seigerer oder geneigter Grubenbau von übertage, z.B. Sch.1 = Schacht 1, Wetter-, Einzieh-, Förder-, Fahr-, Kunstschacht usw.

Scheffel: s. Kapitel: Maße und Gewichte

Schichtmeister: früher: Rechnungsführer eines Bergwerks, u.a. verantwortlich für Kohlenförderung und -verkauf, zugleich zuständig für den Übertagebereich

Schiebeweg (Schiebekarrenweg, Schleppbahn): Strecke zwischen Bergwerksausgang (Mundloch) und Kohlenniederlage, auf welcher die Kohle mit Schiebekarren und später mit Wagen transportiert = geschoben bzw. gezogen = geschleppt wurde

Schlagwetterexplosion: Explosion eines Gas-Luft-Gemisches, wobei der Anteil an Methan zwischen 5% und 14% liegt

Schleppbahn: s. Schiebeweg

Schlepper: einen Förderwagen ziehender oder schiebender Bergmann

Schrämmaschine (Schrämwalze): am Strebförderer geführtes, schneidendes Kohlengewinnungsgerät

schürfen: nutzbare Mineralien auf ihrer natürlichen Lagerstätte aufsuchen

Schurfschein: von der Bergbehörde ausgestellte, ortsbezogene Berechtigung zum Suchen z.B. nachKohle

schwerköstig: alter Ausdruck: hohe Kosten, teuer

Schwimmsand: unverfestigte, wasserführende Sandschicht

seiger (saiger): senkrecht

Seilfahrt: Personenbeförderung mit Transporteinrichtung im Schacht/Blindschacht/Berg

Sicherheitspfeiler: vom Abbau ausgenommene Fläche zur Schutz unter- oder übertägiger Anlagen.

Sohle (S.): Etage im Grubengebäude, z.B. 2.S. = 2.Sohle usw.

Standwasser: in alten, aufgegebenen Grubenräumen angesammeltes Wasser

Steiger: Aufsichtsperson im Bergwerk

Stillegung: den Betrieb einstellen

Stollen: von der Tagesoberfläche in einen Berghang getriebener horizontaler bzw. zwecks Wasserabführung leicht ansteigender Grubenbau

Stollenbau (Stollenabbau): mit Hilfe eines oder mehrerer Stollen durchgeführter Abbau

Stollenortsbrust (Ortsbrust): Stollenende

Stollentiefbau: mit Hilfe von Gesenken unterhalb der Stollensohle durchgeführter Abbau

Stollenumbruch: um eine bestimmte Stelle, z.B. Bruch oder Schacht, herum aufgefahrene Strecke

Streb: langer, schmaler Abbauraum. Der hereinzugewinnende Kohlenstoß bildet eine Längsseite, die andere der ausgekohlte Bruchraum, der dem quer zu seiner Längsrichtung vorrückenden Streb folgt. Die Streblänge wird durch die begleitenden Abbaustrecken bestimmt

Strebbruch: zu Bruch gegangener Strebteil

Strebförderer: im Streb eingebautes Fördermittel zum Abfördern der gewonnenen Kohle

Strecke: horizontaler Grubenbau im Tiefbau für Fahrung, Wetterführung, Förderung und Materialtransport

Striepen: = Streifen, alter Ausdruck: geringmächtiges, meist nicht bauwürdiges Flöz

Stundung (stunden): einen Betrieb vorläufig einstellen (Streb stunden, Vortrieb stunden)

sümpfen: Wasser aus einem Sumpf, einem Grubenbau oder einer Grube entfernen

Sumpf: angelegte Vertiefung zum Sammeln des zulaufenden Grubenwassers (Sumpfstrecke, Pumpensumpf, Schachtsumpf)

Syndikat: 1893 gegründetes Kartell: Absatzorganisation für Steinkohle und Koks

Syndikatskokerei: s. Syndikatsschacht

Syndikatsschacht: neu geteufter Schacht, in welchem nur für eine bestimmte Zeitdauer Kohlen gefördert wurden (= Fördernachweis), um dann vom Syndikat eine bestimmte Fördermenge, z.B. 400000 t/Jahr, zugeteilt zu bekommen. Danach wurde die Förderung im Schacht eingestellt und die zugeteilte Kohlenmenge in einem anderen Schacht der Gesellschaft gefördert. Ab 1893 mit Gründung des Kohlen-Syndikats bis ca.1930 in Anwendung; eine gleichartige Regelung galt für die Kokereien

T: Tote, z.B. Schlagwetterexplosion (75 T) = 75 Tote

t: metrische Tonne á 1000 kg

Tagetrieb (Tagestrieb): alter Ausdruck: zur Tagesoberfläche ausgehender, meist leicht geneigter Grubenbau

Tertiär: Erdzeitalter, beginnend vor ca. 70 Millionen Jahren, Dauer ca. 68 Millionen Jahre

Teufe: Tiefe

teufen: einen Blind-/Schacht niederbringen

Teufenangaben: die Sohlen- und Schachtteufen werden grundsätzlich auf ihren Abstand zur Tagesoberfläche bzw. zu NN = Normalnull bezogen. Beispiel: die Tagesoberfläche eines Schachtansatzpunktes befindet sich 50 m über NN und die 1.Sohle wurde in 130 m Teufe angesetzt. Die Angabe lautet somit: 1.S.= 130 m(-80 m)

Tiefbau: Bergbau mit Schächten (das Wasser muß hochgepumpt werden)

Tiefbausohle (Bausohle): ursprüngliche Benennung der dem Abbau dienenden Sohlen im Tiefbau. Die Wettersohle wurde bei den meisten Bergwerken in der fortlaufenden Numerierung der Tiefbausohlen nicht mitgerechnet. Auf Grund einer etwa ab 1895 geltenden bergbehördlichen Regelung war die Wettersohle dann die 1.Sohle, die 1.Tiefbausohle die 2.Sohle usw.

Tiefer Stollen: im Geländetiefsten angelegter Stollen, ab Ende des 17.Jahrhunderts meist verliehen als Erbstollen (s. dort)

t/MS: Leistung untertage in Tonnen je Mann und Schicht

tonnlägig (dohnlägig, Dohnlage): geneigt (ab etwa 15° Einfallen), früher immer im Flöz entsprechend dessen Einfallen

Trotz (Trotzbau, Trotzschacht): Kohlenabbau von der Erdoberfläche bis in geringe Teufe, meist durch den Grundeigentümer ohne bergbehördliche Genehmigung; früher im Bereich Essen/Mülheim verbreitet

Trum, Trumm (Mehrzahl: Trumme, auch Trümer): Aufteilung des Querschnitts von Grubenbauen, z.B. Fahr-, Förder-, Pumpen-, Rohr-, Wettertrum

Tübbing: zylindrischer, wasserdichter Schachtausbau aus Gußeisen oder Stahl, meist in Segmente aufgeteilt

Turmförderung: Anordnung der Fördermaschine nicht neben dem Schacht in einem Fördermaschinengebäude (Flurfördermaschine), sondern oben im Fördergerüst = Förderturm direkt über dem Schacht

Überhauen: ansteigender Grubenbau im Flöz zur Wetterführung und Fahrung

Überschaar: gleichzeitig mit einem Geviertfeld verliehener angrenzender Feldesstreifen

Unterhaltung: Reparaturarbeiten in Grubenbauen

Unterwerksbau: Abbau unterhalb der Stollensohle bzw. tiefsten Fördersohle

Ver. (ver.): Vereinigt bzw. Vereinigte: Konsolidierung = Zusammenlegung mehrerer Berechtsamen zu einem bergrechtlich beurkundeten Ganzen, z.B. Ver.Bommerbänker Tiefbau

Verbund: bergtechnische Zusammenlegung von mindestens zwei Bergwerken

verfüllen: taubes Gestein in bergbaulich geschaffene Hohlräume bringen

Verleihung (Belehnung): staatliche Übertragung eines Bergwerkseigentum an einen Muter

Verstufung: markscheiderisches Kennzeichen untertage anbringen, z.B. als Grenzzeichen

Vermessung: Vermessung eines Grubenfeldes bzw. Steinkohlenbergwerks

VEW: Vereinigte Elektriztätswerke Westfalen AG

Vorrichtung: Auffahrung aller für einen planmäßigen Abbau erforderlichen Grubenbaue

Vortrieb: Auffahrung einer Strecke

Wäsche (Kohlenwäsche): nasse Aufbereitung zur Trennung der Kohlen vom Gestein

wandelbar: alter Ausdruck: veränderlich, bei Holzausbau: verfault

Wasserhaltung: 1.) Räume und Betriebseinrichtungen untertage  2.) Betriebsvorgang, um ein Bergwerk wasserfrei zu halten

Wasserkunst: vom 16. bis 19.Jahrhundert verwendeter Begriff für mechanische Wasserhaltungseinrichtungen zum Heben des Grubenwassers, bestehend aus dem Antrieb (Wasserrad, Dampf), der Kraftübertragung (Gestänge) und der Pumpe bzw. den Pumpensätzen

Wetter: Luft in den Grubenbauen

Wetterkamin: seigerer Grubenbau, der auschließlich der Belüftung dient

Wetterofen: bis Ende des 19.Jahrhunderts gebräuchlicher, übertage oder untertage aufgestellter Rost, auf dem offenes Feuer den Luftauftrieb verstärkte und damit die Wettermenge erhöhte

Wetterschacht (Wettersch.): ein der Bewetterung dienender Schacht, meist ausziehender = Abwetterschacht mit Grubenlüfter = Ventilator

Wettersohle: meist oberste, der Abwetterführung dienende Etage im Grubengebäude

Wilder Abbau: der Bergbehörde nicht bekannter und damit nicht genehmigter Kohlenabbau

Zeche: Bergwerk

Zentner (Centner): s. Kapitel: Maße und Gewichte

Zoll: s. Kapitel: Maße und Gewichte

Zubuße: Ausgleich von Betriebsverlusten durch Zuzahlung seitens der Gewerken

1/2, 3/4, 1/4, 2/3, 2/4, 3/6 usw.: es handelt sich hierbei um die Schachtanlagen, welche nach der Numerierung der jeweiligen Schächte benannt sind, z.B. 1/2 = Schachtanlage 1/2 mit den nebeneinanderliegenden Schächten 1 und 2.

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Maße und Gewichte

Längenmaße

1 preußische Meile = 7,532484 km
1 rheinisch Fuß = 1 preußisch Fuß = 12 Zoll = 0,31385 m
1 Zoll = 0,02615 m
1 Rute (Ruthe) = 12 Fuß = 3,7662 m
1 Lachter = 80 Zoll = 2,0924 m

Flächenmaße

1 Quadratlachter (Lachter²) = 4,378138 m²
1 Quadratfuß (Fuß²) = 0,0985 m² 

Raummaße

1 Kubikfuß (Fuß³) = 0,0309 m³ = 30,9 Liter

Gewichtsmaße für Kohle

Mengen wurden in früheren Zeiten ausschließlich in Raummaßen wie Faß, Gang, Malter, preußische Tonne, Ringel, Scheffel usw. gemessen. Wegen der Stückigkeit der Kohlen sowie der den verschiedenen Kohlenarten entsprechenden unterschiedlichen spezifischen Gewichte sind bei der Umrechnung in Gewichtsmaße wie Zentner (C), Kilogramm (kg) und Tonne (t) deshalb keine exakten Angaben möglich, sondern es ergeben sich zum Teil erhebliche Schwankungsbereiche. Deshalb sind überall dort, wo keine direkten Umrechnungswerte vorliegen, wie z.B. aus den amtlichen Festsetzungen der Behörden oder aus Angaben in den Geschäftsberichten der Gesellschaften, die üblichen Durchschnittswerte zugrundezulegen.

Beispiele für Umrechnungen:

1 Malter (nach Bergordnung von 1766) =  4 Ringel
1 Ringel (märkisch) = 1,4286 Scheffel =  0,35712 preußische Tonne
Trappe (1781) =  74,60 kg
Grafschaft Mark (1786) =  75,63 kg
Grafschaft Mark (1793) =  80,00 kg
Langenbrahm =  73,70 kg
Hülsiepenbank (1796) =  92,00 kg
Pörtingssiepen (1800) =  100,00 kg
preußischer Normalringel (1802) =  79,00 kg
Pörtingssiepen (1815) =  105,00 kg
im Durchschnitt =  75,00 kg

Ab 1.1.1818 wurde der Ringel durch den Scheffel und ab 1827 durch die preußische Tonne (= 4 Scheffel) ersetzt.

Der Scheffel schwankte zwischen 40 und 75 kg:
1 Scheffel = 0,25 preußische Tonnen = 50 Liter            =   54,96 kg
                   Grafschaft Mark (1800 und 1836)            =   65,00 kg
                   Friederica (1837)                                  =   55,50 kg
                   Ver.Sellerbeck (1841)                            =   56,60 kg
                   Pörtingssiepen (1842)                            =   75,00 kg
                   Gasflammkohlenzechen                          =   41,70 kg
                   Hibernia (1863)                                    =   50,00 kg
                   Freiberg & Augustenshoffnung (1868-70)  =   53,54 kg
                   Ver.Hannibal                                        =   42,75 kg
                   Concordia (1870, = Neuscheffel)             =   48,00 kg
                   Gutehoffnungshütte (1870)                    =   46,00 kg
                   Langenbrahm (1870-80)                         =   51,50 kg
                   Dahlbusch (1872)                                 =   41,03 kg
                   Holland (1872)                                     =   51,26 kg
                   Königsgrube (1872)                               =   47,20 kg
                   Dahlbusch (1873-75)                             =   42,00 kg
                   Königsgrube (1874)                               =   47,50 kg
                   Königsgrube (1875)                               =   47,20 kg
                   Dahlbusch (1876)                                 =   42,50 kg
                   Heinrich (Essen-Überruhr)                      =   55,00 kg
                   im Durchschnitt                                    =   55,00 kg
 

Bis zur Bereinigung der Maße um 1855 können nachfolgende Durchschnittswerte zugrundegelegt werden:

                   1 Faß (Bereich Essen)                           =   75 kg
                   1 Malter                                              = 300 kg
                   1 preußische Tonne                              = 220 kg
                   1 Ringel                                              =   75 kg
                   1 Scheffel                                           =   55 kg

Im Handelskammerbezirk Essen/Mülheim/Oberhausen galt folgende Umrechnung:

       1 preußische Tonne                              = 215,00 kg
       1 Scheffel                                           =   53,76 kg
       1 t = 20 Zentner                                  =     4,65 preußische Tonnen á
                                                                       4 Scheffel = 18,6 Scheffel

Im Bergamtsbereich Essen-Werden gab es bis etwa 1870 eigene Umrechnungen. Danach galt auf der Basis von 1802 folgende offizielle Umrechnung des Oberbergamtes:
                   1 Gang = 1 Ringel                                 =   90 kg

Da das Raummaß ebenfalls Schwankungen unterlag, weil lange Zeit einheitliche Größenfestlegungen fehlten oder diese später nicht immer eingehalten wurden, ergaben sich für den Gang = 70 - 100 kg (z.B.: 400000 Gänge = ca. 29200 - 40000 t).

Ab etwa 1855 galten nach der Bereinigung in Preußen nachfolgende offiziellen Gewichtsmaße, wobei zahlreiche Bergwerke noch über eine gewisse Zeit ihre eigenen bzw. die alten Maße zusätzlich verwendeten:
                   1 preußische Tonne = 4 Scheffel             = 200 kg
                   1 Scheffel = 1 Neuscheffel                     =   50 kg

Ab 1869 wurde offiziell das Gewichtsmaß Centner eingeführt:
                   1 Centner  = 1 Neuscheffel                     =   50 kg.

Berechtsamsmaße

Längenfelder:
         1 Fundgrube                               = 42 Lachter = 87,881 m
         1 Maaß (Maß)                             = 28 Lachter = 58,587 m

Längenfeldgrößen (gemäß Kleve-Märkischer Bergordnung):
         1 Fundgrube + bis zu 20 Maaßen    = max. 602 Lachter = max. 1260 m

Hinzu kam die Vierung von üblicherweise 7 Lachter, und zwar gewöhnlich je zur Hälfte ins Hangende und Liegende des Fundflözes (= Kleine Vierung).
Mit dem Gesetz vom 1.7.1821 wurde die Ausdehnung der Vierung auf bis zu 500 Lachter zugelassen (= Große Vierung).

Die Verleihung erfolgte im Einfallen des Flözes bis in die Ewige Teufe bzw. bis zum Muldentiefsten der Lagerstätte.

Auf Grund des Längenfeldbereinigungsgesetzes vom 16.6.1954 wurden nachfolgend alle noch bestehenden Längenfelder gelöscht.

Geviertfelder:
         1 Fundgrube = 28 x 28 Lachter      = 784 Lachter² = 3432,4600 m²
         1 Maaß (Maß) = 14 x 14 Lachter    = 196 Lachter² =   858,1154 m²

Größe der Geviertfelder:
     Nach dem Gesetz vom 1.7.1821:
       1 Fundgrube + bis zu 1200 Maaßen  = max. 235984 Lachter² = max. 1.033138 m²

     Nach dem Allgemeinen Berggesetz vom 24.6.1865:
         1 Maximalfeld                                  = 500000 Lachter² = 2.189000 m²

     Nach der Berggesetznovelle vom 18.6.1907:
         1 Maximalfeld                                  = 2.200000 m²

Geviertfelder haben grundsätzlich senkrechte Ebenen und werden bis in die Ewige Teufe verliehen. Seit dem 13.8.1980 erfolgt die Verleihung nach dem Bundesberggesetz.